Wildtier des Jahres 2009: der Igel
Foto: Pleiner
Auto, Rasenmäher und Laubsauger: der Mensch mit seiner Technik stellt die größte Gefahr für den Igel dar
Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWI), Organisation zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt, verlieh dem Stachelritter den Titel Wildtier des Jahres 2009.
Der Igel ist ein Einzelgänger und ein vorwiegend nachtaktives Tier. Sobald Dauerfrost oder Schnee das Land überziehen und die mittlere Lufttemperatur nur noch acht bis zehn Grad beträgt, sucht er sich einen geeigneten Platz für den Winterschlaf. Dort schläft er bis März oder April.
Wenn der Stachelige aber auch bei kalten Temperaturen noch herumläuft, handelt es sich entweder um ein krankes oder verletztes Tier, oder – wenn auch selten – um einen verwaisten Jungigel. Dann, aber auch nur dann braucht er menschliche Hilfe, so der SDWI. Sie gelingt am besten, wenn ein Tierarzt oder eine Igelstation zu Rate gezogen werden.
Natürliche Feinde hat der Igel wenige, lediglich Greifvögel und große Eulen wie der Uhu sind in der Lage, seinen Panzer aufzubrechen. Sein größter „Feind“ ist Mensch mit seiner Landwirtschaft und Technik. Allzu oft geht der Rasenmäher auch unter Sträucher und Hecken und verstümmelt einen schlafenden Igel. Laubsauger in den Städten nehmen ihm die Nahrung, weil sie zahllose Kleintiere töten.
Ebenso sterben Igel mitunter durch Brauchtumsfeuer, für die schon lange Zeit vorher Äste und Reisighaufen aufgeschichtet werden, die dem Stacheltier als Versteck dienen. Doch das Schlimmste für den Igel ist das Auto. Viele Tausende von Igeln werden alljährlich überfahren.
Weitere Informationen:
Tel. 02 28/2 69 22 17,
www.sdwi.de
Stand:28.08.2009


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