Gartenpraxis Gut zu wissen Naturkunde Der phänologische Kalender: Die neun Jahreszeiten der Natur

Der phänologische Kalender:
Die neun Jahreszeiten der Natur


Foto: Roemer 
Der Winter hat Einzug gehalten, doch die Rhododendron-Knospen für den erneuten Austrieb sind bereits angelegt

Der Januar ist ein typischer Wintermonat. Nicht immer ist das Wetter entsprechend, aber an der Vegetation sehen wir es deutlich: Die Bäume tragen kein Laub, und viele Flächen sind ohne Bewuchs. Bald werden die Tage wieder länger, das nächste Frühjahr naht.


Den Frühling zweimal erleben

Foto: Roemer 
Forsythien zeigen nach dem phänologischen Kalendar den Erstfrühling an
Ich habe es früher genossen, dass ich den Frühling zweimal erleben durfte. Der jährliche Osterbesuch in Osnabrück, 240 km westlich von meinem Wohnort Lüneburg, ließ mich erleben, was ein oder zwei Wochen später auch zu Hause passieren würde.
Die Osterglocken (Narcissus) blüh­ten bereits, Mandelbäumchen (Pru­nus triloba var. triloba) verbreiteten ihren Duft, und in der freien Landschaft bekamen die Schlehen (Pru­nus spinosa) dicke Knospen.

Auch die Forsythien (Forsythia) zeigten bereits viel mehr von ihrer Pracht als in meinem Kleingarten. Für andere, südlichere Regionen war die Blüte dieser Pflanzen bereits Vergangenheit.

Das, was wir alle erleben können, wenn wir weitere Fahrten unterneh­men, bezeichnen die Botaniker als den phänologischen Kalender, der die neun Jahreszeiten der Natur be­schreibt. Der Begriff Phänologie stammt vom Griechischen ab und bedeutet „Die Lehre von den Erscheinungen“.




Stand:01.01.2007
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