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gartenfreunde.de Forum

Kategorien => Kleingarten => Thema gestartet von: Lindemann am 21. Februar 2007, 15:41:00

Titel: Rentabilität und Kosten
Beitrag von: Lindemann am 21. Februar 2007, 15:41:00
Hallo liebe Gartenfreunde,

wir sprachen ja bereits im vorherigen Strang über das Thema, doch um die Thematik etwas einzugrenzen nun nochmal.
Dass die Kosten in den Vereinen sehr! unterschiedlich sind haben wir bereits gesehen. Meines Erachtens sind die extrem hohen Kosten hausgemacht - eventuell mit Ferdis Argumenten im Hinterkopf? Wer braucht schon bei ca. 400 Gärten auf 70 Kleingärtner 1 Vorstandsmitglied, 1 Abteilungsleiter, 1 Fachberater, 1 Wasser-, 1 Elektro-, und 1 Bau-Verantwortlichen, plus Revisionskommision etc. die alle natürlich Stunden schreiben und entsprechend "Aufwandsentschädigung" erhalten. So großzügig waren selbst sozialistische Wohnungsverwaltungen nicht ausgestattet- und die hatten schon reichlich Leute!
Wie hoch sind denn bei Euch so in etwa die Kosten für einen Standard-Garten von 400 m²?
Am besten mit Stadt oder Land, und grob aufgeschlüsselt nach Mitgliedsbeitrag, Pacht und Rest.
Würde mich wirklich interessieren und würde bei reichlich Antworten auch ein interessantes Kleingarten-Deutschland-Bild zeichnen.
Ich danke schon im voraus!

--
Es grüßt

Lindemann
Titel: Re : Rentabilität und Kosten
Beitrag von: Uwe am 21. Februar 2007, 17:41:00
Hallo Lindemann

Bei uns in Bremen kostet der m² Garten 18 cent. Dieser Preis setzt die Stadt nach den BkleigG fest. Die Aufwandentschädigung bekommen bei uns im Verein nur der 1.Vorsitzende, 1.Kassierer und der 1.Schriftführer. Und zwar bekommen die im Jahr einen Festbetrag der 100 Euro nich überschreitet. Der Mitgliedsbeitrag liegt unter 60 Euro. Aufwandentschädigung und Beitrag ist von der MV beschlossen worden. Einen Bauverantwortlichen haben wir nicht, kann ich mir auch nichts drunter vorstellen. Was ist den das eigentlich? Die Wasser und Elektroobleute leisten ihre Tätigkeiten mit der Gemeinschaftsarbeit ab gleiches zählt auch für die Revisoren. Man sollte immer bedenken das Mitglieder für ihre festen Tätigkeiten keinen "Stundenlohn" erhalten. Die Stunden lassen sich, meiner Ansicht nach, schwer kontollieren und es tauchen somit Unregelmäßigkeiten auf die bei einer Kassenprüfung nicht zu erklären sind. Was das Finanzamt davon hält weiß ich nicht. Würde mich aber mal intessieren.

Gruß Uwe
Titel: Re : Rentabilität und Kosten
Beitrag von: Eckhard am 21. Februar 2007, 17:54:00
Hallo Lindemann,

mach Dich doch erstmal im Vereinrecht kundig (internet).
Danach kein die Aufwandsendschädigungspauschale nur etwa 50 €/person/ anno
Std können  bei uneigennützigen Kleingartenvereinen darüber hinaus sowieso nicht angerechnet werden.
  Beachte:
Keine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26 EStG für die Tätigkeit
•   eines Vorstandsmitglieds und Kassierers
•   eines Platz- und Gerätewarts

Es gibt also kein Kostenproblem.

Mit freundlichen Grüßen
Eckhard
Titel: kein Faß ohne Boden
Beitrag von: d.beltz am 21. Februar 2007, 19:36:00
Bei uns in Sondershausen / Nordthüringen sind es
0,08 € / m² Gartenfläche, was etwa dem vierfachen der
ortsüblichen Pacht für Acker entspricht.

Vorstände und Beisitzer sind Ehrenamtler, die keine
Aufwandsentschädigungen bekommen.

Ich zahle ca. 15 Euro Mitgliedsbeitrag und noch ca.
3 Euro für Strom. Da wären noch einige Cent für eine
Haftpflichtversicherung des Vereins.

Wer bei uns seine drei Arbeitsstunden pro Jahr nicht
leisten will oder kann und unter 70 ist, der kann diese
drei Arbeitsstunden mit insgesamt 15 Euro abzahlen.

Für mich lohnt es sich. Ich decke den Jahresbedarf an
Obst und Gemüse zu gut 80% aus dem Garten.

Nur so:
Erdbeeren als Bio-Ware dürfte das Kilo nicht unter
3 Euro zu haben sein ( so viel kostet nämlich schon
die Intensiv-Erdbeere in der Saison )
Da ich Monatserdbeeren und Massenträger habe,
ernte ich in etwa 100 Tagen ca. 50 kg davon oder mehr.

Tomaten hab ich ca. 30 Pflanzen verschiedener Sorten.
Selbst wenn das Wetter mies ist, dürften 50 Erntetage
zu je 1 Kg drin sein. Ich hab noch nirgendwo ein
Preisangebot für Bio- Tomaten gesehen, aber rechnen
wir mal den Preis für überlagerte chemisch behandelte
Tomaten von 1 Euro pro Kilo,
so hab im Eigenanbau Erdbeeren und Tomaten im Wert von
mindestens 200 Euro.
Ich zahle ca. 180 Euro für insgesamt ca. 1300 m²
Gartenfläche.

Was ich noch anbaue:
Salate : Schnitt- u. Kopf-,
Frührettich, Radies, Schwarze Spätrettiche,
Kartoffeln,
Kohlrabi, Blumenkohl, Rosenkohl,
Spinat,
Erbsen, Bohnen
Zwiebeln, Möhren,
Sellerie,
Knollenfenchel,
Porree, Schwarzwurzel,
Topinambur, Mais, Rübchen nur zum Spaß,
allerlei Gewürze und Blumen,

12 Äpfel, fühe bis Späte, verschiedenen Alters,
1 Birne,
1 Pflaume, 1 Reneklode,
5 Pfirsiche verschiedenen Alters,
1 Süß- u. 2 Sauerkirschen,
1 Weinrebe,
Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren
Rhabarber

Ich finde meinen Garten rentabel.
Das würde natürlich schon anders aussehen, wenn ich
meine im Garten verbrachte Freizeit mit den Kosten
eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes
anrechnen würde.
Würde ich mir noch eine Laube mit allen Annehmlichkeiten
gönnen, so wäre der Garten natürlich mit jedem anderen
teuren Hobby vergleichbar - ein Faß ohne Boden.

d.beltz
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Hans am 22. Februar 2007, 19:28:00
Hallo Gartenfreunde,

die Jahresrechnung für meinen 560m² großen Kleingarten beläuft sich in diesem Jahr auf 176,75 €.
Ich kann nur sagen: Es lohnt sich auch finanziell, wenn man sich nicht zu schade ist, den Rücken krumm zu machen. Die körperliche Betätigung im Garten war für uns Erholung, als wir noch berufstätig waren - und jetzt, als Rentner, ist sie der dominierende Lebensinhalt.
Meine Frau stellt jährlich Erträge und Ausgaben gegenüber.
Wir können d.beltz´ Ausführungen nur bestätigen.
Ich wünsche Euch ein gutes Gartenjahr!

Hans
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Lindemann am 23. Februar 2007, 11:07:00
Hallo Gartenfreunde,

wie es scheint sind wir absolute Spitze!

Für 400 m²
70 € Mitgliedsbeitrag,
0,13 €/m² Pacht (Dresden/Sachsen) = 52 €
sind schon 122,-
Nochmal ziemlich genau die gleiche Summe für den Rest, und da habe ich Wasser und Elektro schon herausgerechnet.
Wir sind nur mit dem "Rest" also knapp unter dem, was bei Hans oder d,beltz als Gesamtsumme aufläuft...
Da stellt man sich schon Fragen!
An Eckhard: Das Recht ist das eine, das andere nennt man wohl kreative Buchhaltung ;)
Und sorry, ich habe nur den Ist-Zustand beschrieben, schon weil ich weiß (ahnte), wie es (theoretisch) sein sollte.

Meine Gefriertruhe ist übrigens auch noch halb voll, trotzdem stellt sich bei den o.g. Beträgen die Kostenfrage. Vor allem auch, weil einige Freunde von uns sich DAS nicht mehr leisten können. Der Verein nutze diese Kosten als "Sozialfilter", so der Vorwurf.
Doch -Gott sei Dank!- scheint dieser Kleingartenverein ja, wie es sich bisher darstellt, eine unrühmliche Ausnahme zu sein!
--
Es grüßt

Lindemann
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Eckhard am 23. Februar 2007, 13:39:00
Lieber Lindemann.
Warum ist den Euer Mitgliedsbeitrag so hoch?  Mein Beitrag liegt bei der Hälfte und es gibt sehr viele preiswertere Vereine. Deine Mitglieder können bei der nächsten Mitgliederversammlung  was anders beschließen, wenn sie wollen. Den Jahresplan  des Vorstandes sollte immer kritisch geprüft werden, bevor man zustimmt. Da musst Du ran.

Liebe Gartenfreunde,

gerade durch die gesetzl Kleingartenregeln  geht es grundsätzlich  nicht billiger.

Unnötige Kosten gibt es trotzdem: z B Verbandsbeiträge.  ( ca 10 €/Mitglied. In großen Landesverbänden kommen da Riesensummen zusammen. Wenn  es dann auch nicht einmal  veröffentlichte, differenzierte Haushaltsberichte gibt, ist Misstrauen angesagt).

Umlagen  ( nur, was die Satzung ausdrücklich zulässt)  muß die Mitgliederversammlung beschließen, also ist jeder für die Höhe dieser Kosten selbst verantwortlich. Ohne Beteiligung an der Vereinsarbeit geht nichts. Viele Vereine haben ja noch Jahreshauptversammlung vor sich......

Viel Erfolg
Eckhard
Titel: Re : Liebe Vorredner,
Beitrag von: Viola am 23. Februar 2007, 18:13:00
auch für mich ist der Garten "rentabel", jedoch aus ganz anderen Gründen !
Krankheitsbedingt in Frührente ist mir einfach die Decke auf den Kopf gefallen, jetzt bin ich an der frischen Luft, kann in der Erde wühlen und habe sehr nette Nachbarn, mit denen man auch mal einen netten Plausch halten kann.
Und eine Kosten-Nutzenrechnung mag ich auch nicht aufstellen, mit Garten geht`s mir einfach besser.
Groß Viola aus Berlin
(bei uns ist alles teurer)
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Hans am 23. Februar 2007, 18:54:00
Hallo Gärtner,

Viola sagt mit wenigen Worten das worauf es ankommt:

Bewegung
frische Luft
etwas "schaffen" für sich und die Familie
Kontakt zu "Gleichgesinnten"
und letztlich der Ertrag

Da sind die Kosten erst mal zweitrangig

Zum Vergleich strippe ich hier mal meine Jahresrechnung auf:

Pacht für 560 m² Gartenfläche zzgl. Anlagenanteil:   55,38 €
                                       8,8 Ct/m²
Kosten für Strom:                                    46,72 €
Kosten für Trinkwasser:                               5,13 €
Mitgliedsbeitrag:                                    29,00 €
Grundsteuer:                                          2,72 €
Haftpflichtversicherung:                              0,30 €
Umlage für 5 Arbeitsstunden a 7,50 €:                37,50 €
                                                    ________
                                                    176,75 €

zur Erläuterung:

Pos. Trinkwasser: 2,3 m³ ohne Abwasser
                  Ich gieße mit Regenwasser und
                  Brunnenwasser
Pos. Umlage für Arbeitsstunden: lt Mitgliederbeschluß in der letzten Jahreshauptversammlung sind pro Parzelle 5 Stunden Gemeinschaftsarbeit zu erbringen. Die Stunde wird mit 7,50 € bewertet. Der Betrag von 37,50 € wird bei der Kassierung entrichtet und nach erfolgter Leistung  wieder ausgezahlt.
Wir praktizieren das seit vielen Jahren so, und es hat sich bewährt.
Voriges Jahr erfolgte wiederum die turnusmäßige Überprüfung durch das Finanzamt. Ergebnis: keine Beanstandungen.

Fazit: Es lohnt sich.

Das können sich auch Geringverdiener leisten!

Viel Freude am Garten wünscht Euch

Hans



























viel Freude am Garten wünscht

Hans
             
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Uwe am 23. Februar 2007, 20:55:00
Hallo Gartenfreunde

Auch ich kann Viola nur zustimmen. Denn solange man Spaß am Garten hat, der billiger wie ein Campingplatz ist und man nette Nachbarn hat, ist die Welt doch in Ordnung (jedenfalls für mich). Wenn jemand seine Erträge mit Preise angibt macht derjenige bestimmt gewerbliche Nutzung mit seinen Garten. Das soll doch, laut Gesetz nicht erlaubt sein. Oder? An Hans hätte ich da noch ne Frage. Wieso bezahlst du Grundsteuer wenn du ein Pachtgarten hast?

Gruß Uwe
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Viola am 24. Februar 2007, 03:00:00
Hallo zusammen,
der Gedanke an gewerbliche Nutzung ist mir auch schon gekommen ....aber es freut mich sehr,mit meiner Meinung nicht alleine zu stehen.
Für Herrn Lindemann und seine Statistik:
Pachtpreis in Berlin 0,3571€ qm und Jahr
laufende Umlage für öffentlich rechtliche Lasten 0.20€ qm und Jahr
also jammert bitte nicht in dem Rest unserer Rebublik über den Pachtpreis.
Viola aus Berlin
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Lindemann am 24. Februar 2007, 10:41:00
Hallo Viola, hallo Gartenfreunde,

der Pachtpreis war auch nicht das Problem, denn der ist nur mit größerem Aufwand (Politik) zu beeinflussen. Ebensowenig die Verbandsbeiträge (die wären eventuell schon eher zu beeinflussen).

Doch 70 Euronen Mitgliedsbeitrag oder 100 € Werterhaltungsumlage lassen einen schon Fragen stellen.

Rechne doch mal selber nach: 70 € x 400 Gärten, das macht 28.000 € im Jahr. Die wollen schon mal verbraten sein! Hans' Verein kommt mit knapp 30 € /Jahr aus, gleiche Stadt, gleiche Rahmenbedingungen. Und auch die anderen bisher genannten  Vereine scheinen mir da bescheidener/sozialer.

Werterhaltung Gemeinschaftsanlagen: 400x100 macht 40.000! Dafür kannst du 'ne Firma mit beauftragen! (Und da werden pro Gartenfreund und Jahr noch 6 Stunden Arbeitseinsatz geleistet bzw. mit 5 / 7 und nochwas € pro Stunde bezahlt.)

Ich denke, dass gerade die "Preisgestaltung" hinterfragt gehört. Niemandem würde es einfallen, seine Nebenkostenabrechnung klaglos zu bezahlen, wenn diese offensichtlich doppelt so hoch wie im vergleichbaren Nachbarhaus ausfiele.
Es geht nicht um "Geiz ist geil!", es geht um faire Kosten. Und eben auch um den sozialen Auftrag, den die Kleingärten doch haben sollten und der bei jeder Gelegenheit von den Rednertribünen schallt oder in den Zeitungen betont wird. In diesem Sinne auch die Frage nach der "Rentabilität".
Im vorliegendem Fall scheint es mir sich wie mit den Sozialwohnungen zu verhalten. Guter Gedanke - Sozialwohnung, gestützte Miete für die "Bedürftigen". Doch dann wohnen nur noch die sogenannten Besserverdienenden im Block, können sich Hausmeisterdienst, Reinigungsfrau und Wäschedienst etc. leisten. Die werden Himmel und Hölle in Bewegung setzen, die Großfamilie oder den Harz-IV-Empfänger nicht rein bzw. wieder raus zu bekommen. Und wenn das über die (von den obigen beschlossenen) Kosten geht, noch besser.
--
Es grüßt

Lindemann
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Hans am 24. Februar 2007, 17:57:00
Hallo Kleingärtner,

Uwe: als Verein zahlen wir Grundsteuer A ans Finanzamt -
     ca.0,5 ct/m². Das teilen wir auf die Parzellen auf.
     Die Eigentümer von Lauben größer als 24m² - das sind bei uns
     2 von 41 Gärten - zahlen zusätzlich noch Grundsteuer B.
Lindemann: Du hast durchaus Recht, wenn Du diesen Betrag
           der Höhe nach anzweifelst. Aber der geeignete Ort
           hierfür ist die Mitgliederversammlung. Dort müßt Ihr
           den Vorstand in die Mangel nehmen, und er ist
           verpflichtet, auf Heller und Pfennig alles zu
           begründen bzw. die Verwendung nachzuweisen.
           Ich werde jedesmals fuchsteufelswild, wenn bei uns
           einer nach der Versammlung anfängt zu diskutieren
           nachdem er vorher brav die Hand gehoben hat.
           Ich nenne so was Feigheit oder Bequemlichkeit.
           Denn wenn einer sachkundige Kritik übt und zeigt,
           daß er das Vereinsleben aktiv beeinflussen will,
           könnte ja der Vorstand auf die Idee kommen, ihn
           um seine Mitarbeit zu bitten. Und das wollen die
           meisten nicht. Also sehen wir jedesmal brav nach unten
           und heben im "rechten Augenblick" die Hand bei der
           Abstimmung ! Das ist ja bequemer! Und mich k.....
           solche "einstimmig" gefaßten Beschlüsse jedesmal an.
           Sie erinnern mich an Zeiten wo so etwas gang und gebe
           war - und diese Zeiten möchte ich nicht wieder haben!
           Aber Demokratie zu üben ist nicht gerade einfach. Man
           muß schon Mut haben und Bereitschaft zeigen mitzutun.
           Nimm´s nicht krumm Lindemann. Das richtet sich nicht
           gegen Dich persönlich.
         
Frage an Eckhard : Ist das bei Euch ebenso?
Ich denke, wir konnen nur voneinander lernen.

Viele Grüße aus Dresden

Hans
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Eckhard am 24. Februar 2007, 18:43:00
Ja Hans, genau so isses.
Ich wünsche mir aber, dass sich auch die Vorstandsmitglieder usw
vornehmen, nach ein paar Jahren den Stab weiter zu geben und rechtzeitig Nachfolger ansprechen und einarbeiten.
Am Beispiel von Lindemann erkennt man, dass meißt nur die MVs und die Vorstandsarbeiten wahrgenommen werden. (So schnell wie möglich abhaken) Lindemanns Probleme lassen sich nur im eigenen Verein lösen, nicht außerhalb .
 Bildet doch mal Ausschüsse für alles Mögliche (oder bringt  einen TO auf der nächsten Versammlung ein und beschließt sie). Das schafft Transparenz, man lernt sich näher kennen , man versteht sich besser. Arbeit auf viele Schultern verteilt, bringt Spass und  für die offiziellen Posten stehen wieder mehr Leute zur Verfügung
Dann werden auch alte Zöpfe mal abgeschnitten

Oder: versucht mal eine Geschäftsordnung einzuführen:
Jeder spricht nur  einmal 3 Minuten zu einem Thema. der Einbringer zweimal. Da muß man sich vorbereiten und konzentrieren und die endlosen  Sonntagsreden und Monologe in den  Sitzungen fallen endlich weg
Denkt daran: Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ eines Vereins, es lohnt sich nicht nur hinzugehen.

Gruß
Eckhard
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Uwe am 24. Februar 2007, 19:39:00
Richtig Eckhard nachher, wenn die ganze Sache beschlossen ist, brauch man sich darüber kein Kopf mehr machen. Hans wenn ihr zu allen ja und amen sagt ist dies nicht der richtige Weg. Ihr könnt auch mal gegen Beschlüsse, besonders wenn Mehrkosten in Spiel sind, stimmen. Ihr braucht den Vorstand keine Rechenschaft abgeben wenn der Beschluß nicht gerechtfertig bzw unsinnig ist. Sollte dann der Vorsitzende sagen "dann mach es doch besser" hat er in diesen Posten nichts zusuchen. Ich bin seit zwei Jahren bei uns ein relativ junger Vorsitzender (37) und ich werde, wenn es um Mehrkosten geht, niemals ein Beschluss in die Tagesordnung bringen wenn diesen auch nicht notwendig wäre. Nur mal als Beispiel.

Gruß Uwe
Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Hans am 25. Februar 2007, 11:40:00
Hallo Uwe,

ich  b i n  der Vorsitzende. Deshalb rege ich mich ja ab und zu richtig auf über diese verdammte Duckmäuserei.
Da wir nur 41 Mitglieder sind, kenne ich jeden einzelnen
ziemlich gut - und da wird öfter mal "Tascheless" geredet.


Hallo Eckhard,

dass es bei Euch nicht viel anders ist habe ich erwartet.
Was die überalteten Vorstände betrifft bin ich völlig Deiner Meinung. Ich arbeite seit 38 Jahren als zweiter und erster
Vorsitzender und möchte auch irgendwann mal aussteigen
bevor der Kalk rieselt. Aber finde mal einen Nachfolger!
Meistens waren es Ältere, die mir dann weggestorben sind
oder aus gesundheitlichen Gründen aufhören mußten.

Ansonsten bin ich jetzt richtig froh, dass ich  vor 2 Jahren endlich einen kompetenden, fähigen und engagierten Nachfolger gefunden habe, der mich hoffentlich in 2 Jahren ablösen wird.
Dann kann ich endlich ins zweite Glied zurücktreten bis ich auch dafür einen Nachfolger gefunden habe. Ich hoffe es - sonst
löst sich das Problem eines Tages biologisch.
Aber bis dahin werde ich den Mund nicht halten - auch nicht als
"einfaches" Vereinsmitglied in der Versammlung.

macht`s gut und viele Grüße

Hans


Titel: Re : kein Faß ohne Boden
Beitrag von: Uwe am 25. Februar 2007, 12:37:00
Hallo Hans

Wenn deine Mitglieder für etwas gestimmt haben und nach der Versammlung danndarüber reden was das für ein Sch... ist, kann das eigentlich nur daran liegen das sie dir nicht richtig zugehört haben oder das du ihnen das nicht richtig erklärt hast. Das zweite schließe ich aber aus, da nach 38 Vorstandsjahren du das drauf haben solltest. Ich bin jedenfalls davon fest überzeugt. Sollte ich dir, bei meinen letzten Beitrag, auf die Füße getreten haben, nehme es bitte nicht persönlich.

Gruß Uwe
Titel: langfristige Finanzierung des Vereins
Beitrag von: d.beltz am 25. Februar 2007, 13:02:00
38 Vorstandsjahre - das ist Spitze!

Wenn ich es mal bis hier zusammenfassen darf:
wir haben extrem unterschiedliche Gesamtkosten
für die Gartenparzellen.
Ebenso unterschiedlich wird die Bewirtschaftung sein.
Es gibt also durchaus rentable Bio-Gärten und genauso
aber reine Hobbygärten mit sehr deutlicher Tendenz
zum Erholungsgrundstück.

Ob und wie dabei Normen festgelegt und durchgesetzt
werden, ist im Wesentlichen von zwei Dingen
abhängig:
- den Beschlüssen der Mitgliederversammlungen
- der Arbeitsweise der Vorstände

Also definiert sich ein Verein so selbst.
Wenn - wie im Falle von Lindemanns Verein da
ein Sozialfilter über hohe Gesamtkosten eingebaut
ist und die Leute eher unter sich bleiben wollen,
so ist das auch ok. An Lindemann's Stelle hätte
ich diesen Verein schon verlassen.

Über kurz oder lang werden die Hobby und Freizeitvereine
wohl einer Überprüfung ihrer kleingärtnerischen
Gemeinnützigkeit nicht standhalten. Sie werden die
Kleingärtnerverbände verlassen müssen und in Fragen
Pacht, Steuern, Kommunalabgaben usw. in die
Oberklasse aufsteigen.
Wenn die Mehrheit der Vereinsmitglieder das so will,
ist nichts dagegen einzuwenden.

Völlig anders stellt sich die Problematik der
Gesamtkosten aus Sicht der langfristigen Finanzierung
des Vereins dar.
Dies ist nach meiner Meinung besonders auf folgenden
Gründen wichtig:
- unerwartete Kosten wegen Rechtsstreitigkeiten
- die Möglichkeit, daß das Grundstück plötzlich
erworben werden könnte,
- andere unerwartete Kosten, die nicht versichert
sind ( z.B. Vandalismus, Hochwasser, Abriß- u.
Entsorgungskosten ...)
Meine Meinung ist, es ist besser, ein Verein hat
da ein Polster, das über verträglich höhere Beiträge
angespart wird.
Anderenfalls könnten die Kosten plötzlich in einem Jahr
so hoch ausfallen, daß sie von den sozial schwächeren
Mitgliedern nicht zu tragen sind, was dann?

d.beltz
Titel: Re : langfristige Finanzierung des Vereins
Beitrag von: Eckhard am 25. Februar 2007, 13:22:00
Hallo d Beltz,

Vergiß bitte folgendes nicht:
1.   Der gemeinnützige Verein darf nicht pauschal Geld ansparen. Der Zweck muß  benannt und der Bedarf genau  beziffert werden und zeitnah ausgegeben werden.

2.   Die Mitgliederversammlung darf nicht alles beschließen
                Zitat:
  Nur wenn in der Vereinssatzung genau geregelt ist, unter welchen Voraussetzungen, zu welchem Zweck und bis zu welcher Höhe eine solche Umlage möglich ist, entschied das OLG München (Az. 3 U 4897/97).
Denn, so das Gericht, jeder muß beim Vereinseintritt abschätzen können, welche finanziellen Folgen die Mitgliedschaft haben kann.
Zitatende

Weil das so ist, ist der Kleingarten auch weiterhin preiswert.
Mit freundlichen Grüßen
Eckhard
Titel: Re : langfristige Finanzierung des Vereins
Beitrag von: Lindemann am 27. Februar 2007, 13:01:00
Hallo allen Kleingärtnern,

danke für die vielfältigen Meinungen, die uns mittlerweile bewogen haben, den Verein (vorerst) nicht zu verlassen sondern die angesprochenen Probleme -und das sind ja wahrlich nicht wenige- bei der nächsten Mitgliederversammlung vorzubringen.
Bei Bedarf kann ich ja anschließend über die Ergebnisse berichten.

--
Es grüßt

Lindemann

ps. Das solche Zustände öffentlich benannt und diskutiert werden finde ich übrigens dringend notwendig. Zeigen sich doch auf diesem Weg die Schwachstellen im Kleingarten-Vereinswesen am ehesten und damit ggf. auch Lösungsansätze, dem entgegen zu steuern. Die Gartenzeitungen halten sich in dieser Beziehung ja eher bedeckt...
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