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Thema: Rentabilität und Kosten  (Gelesen 11,695 mal)

Hans

  • Gast
Re : kein Faß ohne Boden
« Antwort #15 am: 25. Februar 2007, 11:40:00 »
Hallo Uwe,

ich  b i n  der Vorsitzende. Deshalb rege ich mich ja ab und zu richtig auf über diese verdammte Duckmäuserei.
Da wir nur 41 Mitglieder sind, kenne ich jeden einzelnen
ziemlich gut - und da wird öfter mal "Tascheless" geredet.


Hallo Eckhard,

dass es bei Euch nicht viel anders ist habe ich erwartet.
Was die überalteten Vorstände betrifft bin ich völlig Deiner Meinung. Ich arbeite seit 38 Jahren als zweiter und erster
Vorsitzender und möchte auch irgendwann mal aussteigen
bevor der Kalk rieselt. Aber finde mal einen Nachfolger!
Meistens waren es Ältere, die mir dann weggestorben sind
oder aus gesundheitlichen Gründen aufhören mußten.

Ansonsten bin ich jetzt richtig froh, dass ich  vor 2 Jahren endlich einen kompetenden, fähigen und engagierten Nachfolger gefunden habe, der mich hoffentlich in 2 Jahren ablösen wird.
Dann kann ich endlich ins zweite Glied zurücktreten bis ich auch dafür einen Nachfolger gefunden habe. Ich hoffe es - sonst
löst sich das Problem eines Tages biologisch.
Aber bis dahin werde ich den Mund nicht halten - auch nicht als
"einfaches" Vereinsmitglied in der Versammlung.

macht`s gut und viele Grüße

Hans



Uwe

  • Gast
Re : kein Faß ohne Boden
« Antwort #16 am: 25. Februar 2007, 12:37:00 »
Hallo Hans

Wenn deine Mitglieder für etwas gestimmt haben und nach der Versammlung danndarüber reden was das für ein Sch... ist, kann das eigentlich nur daran liegen das sie dir nicht richtig zugehört haben oder das du ihnen das nicht richtig erklärt hast. Das zweite schließe ich aber aus, da nach 38 Vorstandsjahren du das drauf haben solltest. Ich bin jedenfalls davon fest überzeugt. Sollte ich dir, bei meinen letzten Beitrag, auf die Füße getreten haben, nehme es bitte nicht persönlich.

Gruß Uwe

d.beltz

  • Gast
langfristige Finanzierung des Vereins
« Antwort #17 am: 25. Februar 2007, 13:02:00 »
38 Vorstandsjahre - das ist Spitze!

Wenn ich es mal bis hier zusammenfassen darf:
wir haben extrem unterschiedliche Gesamtkosten
für die Gartenparzellen.
Ebenso unterschiedlich wird die Bewirtschaftung sein.
Es gibt also durchaus rentable Bio-Gärten und genauso
aber reine Hobbygärten mit sehr deutlicher Tendenz
zum Erholungsgrundstück.

Ob und wie dabei Normen festgelegt und durchgesetzt
werden, ist im Wesentlichen von zwei Dingen
abhängig:
- den Beschlüssen der Mitgliederversammlungen
- der Arbeitsweise der Vorstände

Also definiert sich ein Verein so selbst.
Wenn - wie im Falle von Lindemanns Verein da
ein Sozialfilter über hohe Gesamtkosten eingebaut
ist und die Leute eher unter sich bleiben wollen,
so ist das auch ok. An Lindemann's Stelle hätte
ich diesen Verein schon verlassen.

Über kurz oder lang werden die Hobby und Freizeitvereine
wohl einer Überprüfung ihrer kleingärtnerischen
Gemeinnützigkeit nicht standhalten. Sie werden die
Kleingärtnerverbände verlassen müssen und in Fragen
Pacht, Steuern, Kommunalabgaben usw. in die
Oberklasse aufsteigen.
Wenn die Mehrheit der Vereinsmitglieder das so will,
ist nichts dagegen einzuwenden.

Völlig anders stellt sich die Problematik der
Gesamtkosten aus Sicht der langfristigen Finanzierung
des Vereins dar.
Dies ist nach meiner Meinung besonders auf folgenden
Gründen wichtig:
- unerwartete Kosten wegen Rechtsstreitigkeiten
- die Möglichkeit, daß das Grundstück plötzlich
erworben werden könnte,
- andere unerwartete Kosten, die nicht versichert
sind ( z.B. Vandalismus, Hochwasser, Abriß- u.
Entsorgungskosten ...)
Meine Meinung ist, es ist besser, ein Verein hat
da ein Polster, das über verträglich höhere Beiträge
angespart wird.
Anderenfalls könnten die Kosten plötzlich in einem Jahr
so hoch ausfallen, daß sie von den sozial schwächeren
Mitgliedern nicht zu tragen sind, was dann?

d.beltz

Eckhard

  • Gast
Re : langfristige Finanzierung des Vereins
« Antwort #18 am: 25. Februar 2007, 13:22:00 »
Hallo d Beltz,

Vergiß bitte folgendes nicht:
1.   Der gemeinnützige Verein darf nicht pauschal Geld ansparen. Der Zweck muß  benannt und der Bedarf genau  beziffert werden und zeitnah ausgegeben werden.

2.   Die Mitgliederversammlung darf nicht alles beschließen
                Zitat:
  Nur wenn in der Vereinssatzung genau geregelt ist, unter welchen Voraussetzungen, zu welchem Zweck und bis zu welcher Höhe eine solche Umlage möglich ist, entschied das OLG München (Az. 3 U 4897/97).
Denn, so das Gericht, jeder muß beim Vereinseintritt abschätzen können, welche finanziellen Folgen die Mitgliedschaft haben kann.
Zitatende

Weil das so ist, ist der Kleingarten auch weiterhin preiswert.
Mit freundlichen Grüßen
Eckhard

Lindemann

  • Gast
Re : langfristige Finanzierung des Vereins
« Antwort #19 am: 27. Februar 2007, 13:01:00 »
Hallo allen Kleingärtnern,

danke für die vielfältigen Meinungen, die uns mittlerweile bewogen haben, den Verein (vorerst) nicht zu verlassen sondern die angesprochenen Probleme -und das sind ja wahrlich nicht wenige- bei der nächsten Mitgliederversammlung vorzubringen.
Bei Bedarf kann ich ja anschließend über die Ergebnisse berichten.

--
Es grüßt

Lindemann

ps. Das solche Zustände öffentlich benannt und diskutiert werden finde ich übrigens dringend notwendig. Zeigen sich doch auf diesem Weg die Schwachstellen im Kleingarten-Vereinswesen am ehesten und damit ggf. auch Lösungsansätze, dem entgegen zu steuern. Die Gartenzeitungen halten sich in dieser Beziehung ja eher bedeckt...

 

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