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Kategorien => Kleingarten => Thema gestartet von: Enzio am 21. März 2014, 17:01:22

Umfrage
Frage: Soll ein Schriftf
Antwort 1: Ja Stimmen: 0
Antwort 2: Egal Stimmen: 0
Antwort 3: Nein Stimmen: 1
Titel: Vorstandmitglied trotz fremdenfeindlichen Äußerungen?
Beitrag von: Enzio am 21. März 2014, 17:01:22
Der Schriftführer eines Kleingärtnervereins beleidigte öfter, die seit über 30 Jahren in Deutschland lebende Gartenfreunde mit Migrationshintergrund mit Worten wie: ,,Sch*** Pol***n!", ,,Er kam nach Deutschland um den Sozialstaat auszunutzen", ,,Bei mir haben die Pol**** von nebenan eingebrochen", etc.

Der an der Mitgliederversammlung teilnehmende Stadtverband verteidigte den Schriftführer damit, dass diese Äußerungen zwar eine Anzeige rechtfertigen, sind aber alleinige private Angelegenheiten zwischen den betroffenen Gartenfreunden und dem Schriftführer. Diese  Äußerungen hätten nichts mit dem Amt eines Vorstands zu tun und er sieht keinen Grund, dass der Schriftführer deswegen zurücktreten soll.

Die betroffenen Gartenfreunde sind jedoch der Auffassung, dass jemand, der derartige fremdenfeindliche Äußerungen gegenüber einer Minderheit von sich gegeben hat, das Recht auf ein Vorstandamt verwirklicht hat und fordern den Rücktritt.

Enzio
Titel: Re:Vorstandmitglied trotz fremdenfeindlichen Äußerungen?
Beitrag von: Hardy am 21. März 2014, 20:09:03
Enzio, also die MV ist "gelaufen". Wenn es da einen "Durchstecher" gibt hat der SV u.U. ein Problem in der Öffentlichkeit.
Einen Rücktritt kann man fordern, aber wenn der Jemand das nicht tut, kann er nur abgewählt werden, siehe § 27 oder auch 37 BGB. Da braucht man Unterstützer.
Hardy
Titel: Re:Vorstandmitglied trotz fremdenfeindlichen Äußerungen?
Beitrag von: Enzio am 07. April 2014, 21:37:27
Hallo Hardy,

vielen Dank für die Nachfrage. Ich habe nicht sofort geantwortet, weil ich etwas Abstand davon gewinnen wollte.

Die Versammlung ist in der Tat gelaufen. Der Stadtverband lagerte das Problem aus dem Verein in den Privatbereich der Betroffenen. Er erklärte, dass das fremdenfeindliche Verhalten des Schriftführers nichts mit seinem Amt zu tun hat, vielmehr handelt es sich hierbei um eine private Angelegenheit zwischen dem Schriftführer und den betroffen Vereinsmitgliedern mit Migrationshintergrund. Diese sollten den Schriftführer anzeigen und es in den Verein hineintragen. Weder der Stadtverband noch der Verein sind zuständig die fremdenfeindliche Haltung des Schriftführers zu verurteilen.

Bis zu diesen Vorfällen sahen sich die Gartenfreunde mit Migrationshintergrund als ein Teil des Vereins und engagierten sich an Gemeinschaftsveranstaltungen, wie Sommerfest, usw. Nach der Mitgliederversammlung wollen sie es nicht mehr tun und lieber unter sich bleiben.

Enzio aus NRW
Titel: Re:Vorstandmitglied trotz fremdenfeindlichen Äußerungen?
Beitrag von: Hardy am 08. April 2014, 12:21:48
Hallo Enzio, schau Dir mal den Link an, wie Integration in Bad Kissingen verstanden wird. Diesen Artikel kannst Du ja dem SV zustellen.
Wenn das hier die Leute aus dem Bundesverband der Gartenfreunde mitlesen, gibt es Zoff u.U. bei der nächsten Tagung des BV -ich glaube im Mai 2014!
http://www.infranken.de/regional/bad-kissingen/Gelungene-Integration-im-Verein-Rhoenblick;art211,664670
Hardy
Titel: Re:Vorstandmitglied trotz fremdenfeindlichen Äußerungen?
Beitrag von: Hardy am 08. April 2014, 13:03:31
Enzio, im Mai findet der 3. Bundeskleingärtnerkongress in Kassel statt (also nicht schlechthin eine Tagung). Das Programm findest Du unter Bundeskleingärtnerkongress.
Der LV der Gartenfreunde Rheinland hat ein schönes Info-Blatt, wo auf der Seite 2 im unteren Teil auch von der sozialen Funktion des Kleingartenwesens, so auch zur Integration, geschrieben wird.http://www.gartenfreunde-rheinland.de/downloads/infoblatt_5_00_kleingarten.pdf