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Schäden durch Borkenkäfer an Lebensbaum und Scheinzypresse

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ThujaborkenkäferFoto: Hoyer Typische Schäden, die durch den Thujaborkenkäfer verursacht werden: Die Seitentriebe knicken ab und verbräunen In letzter Zeit konnte man an Einzelpflanzen und an Hecken aus Lebensbäumen und Scheinzypressen ein Absterben von Triebstücken beobachten. Einzelne Seitentriebe mit einer Länge von ungefähr 10 bis 20 cm knicken nach unten ab und verbräunen.

Schaut man sich die Knickstelle genau an, so kann man eine leichte Aushöhlung feststellen. Genau an dieser Stelle haben im Sommer des vergangenen Jahres kleine, schwar­ze Bor­ken­käfer mit dunkelbraunen Flügeldecken gefressen, bevor sie später ihre Eier in die Rinde dicke­rer Triebe abgelegt haben.

Wie andere Borkenkäfer auch, suchen die Thujaborkenkäfer gezielt geschwächte Pflanzen für die Eiablage aus. Dabei richten sie sich nach bestimmten Duft­stof­fen, die gestresste Bäume ab­sondern.

Aus den Eiern schlüpfen die weiß­lichen, beinlosen Larven, die unter der Rinde Fraßgänge anlegen, die später bis ins Splintholz reichen. Die Überwinterung erfolgt als Larve.

ThujaborkenkäferFoto: Hoyer Thujaborkenkäfer suchen sich gezielt geschwächte Pflanzen für die Eiablage aus Nach der Verpuppung der Larven schlüpfen die Käfer im Mai/Juni, wobei sie die typischen runden Ausbohrlöcher in die Rinde fressen. Von Larven befallene Gehölze sterben in der Regel ab.

Am häufigsten sind derzeit Schä­den an Scheinzypressen und Lebens­bäu­men zu beobachten. Der Schädling soll außerdem Schäden an Wacholder, Echten Zy­pressen und Riesenmammutbäumen verursachen können.

Obwohl die Schäden – das Abknicken von Kurztrieben – durch den Reifungsfraß im vergangenen Jahr häufig zu sehen waren, kann bisher nicht gesagt werden, ob die Thujaborkenkäfer auch eine Bedrohung für vitale Pflanzen sind. Nach den bisherigen Erkenntnissen ist ein großes Absterben der genannten Pflanzenarten eher un­wahrscheinlich.

Auf Pflanzenschutzspritzungen sollte man daher verzichten, zumal kein geeignetes Produkt ver­füg­bar ist, mit dem die Eiablage wirkungs­voll verhindert werden könnte.

Christoph Hoyer