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Kohlmottenschildlaus

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Kohlmottenschildlaus
  • Pflanzensauger
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  • Pflanzenschutzmittel

Kohlmottenschildläuse an GrünkohlFoto: Hoyer Kohlmottenschildläuse an einem Grünkohlblatt Die Weiße Fliege an Kohl sieht zwar aus wie eine Fliege, gehört aber zu den Pflanzensaugern, zu denen auch Schildläuse, Blattläuse und Blattsauger gehören.

Der eigentliche Schaden entsteht durch die kleb­ri­gen Ausscheidungen der Tiere.

Dieser zuckerhaltige Honigtau verteilt sich in feinsten Tröpfchen auf den Blatt­oberseiten und wird sehr schnell von schwarzen Rußtaupilzen über­zo­gen. Der grauschwarze, klebrige Film auf Grün­kohl­blättern oder Rosenkohl lässt sich kaum abwaschen und stellt eine deutliche Qualitätsminderung dar.

Auch die schildlausähnlichen Larven auf den Blatt­unterseiten sind vor allem bei Grünkohl ausge­sprochen unappetitlich. Die ersten Kohlmotten­schild­läuse fliegen schon im Frühjahr. Im Laufe des Sommers vermehren sich die Tiere stark.

Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist nur sinnvoll, wenn sie schon im Frühsommer begonnen und über einen längeren Zeitraum fortgesetzt wird. Einsetzbar ist das seifenhaltige Präparat „Neudosan Neu Blattlausfrei“ (Neudorff) und das Mittel „Naturen Schädlingsfrei“ (Scotts Celaflor) mit dem Wirkstoff Rapsöl. Das gern als Bio-Mittel bezeichnete „Naturen Schädlingsfrei Neem“ (Scotts Celaflor) hat keine Zulassung für den Einsatz in Ge­müse­kul­turen.

Christoph Hoyer

Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungsssituation.