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Thema: Kleingartenbewerbung?  (Gelesen 5,926 mal)

Patrick

  • Gast
Kleingartenbewerbung?
« am: 24. Juni 2006, 11:47:00 »
Hallo,

mal ein ganz eiliger Thread von mir. Seit einiger Zeit studiere ich regelmäßig Anzeigen zum Thema Kleingärten. Hintergrund ist der, dass ich meiner Meerschweinchen-Liebhabergruppe gerne die Möglichkeit bieten möchte, einen Teil des Jahres in Außenhaltung verbringen zu können - mit viel Platz, Natur und Gras.

Jetzt bin ich kürzlich über eine interessante Anzeige gestoßen: Zwar ist der Garten klein, die Abschlagszahlung + laufenden Gebühren dafür aber nicht hoch. Es gibt eine Laube auf dem Grundstück mit zwei Räumen, Toilette, Waschbecken.
Der Anfahrtsweg ist auch praktisch - die KGA liegt direkt auf dem Weg zur Arbeit und ich könnte die Tiere morgends und nachmittags/abends gut versorgen, ohne dass es ein großer Umweg wäre.

Ich habe gestern nochmal mit der Besitzerin telefoniert und mein heutiges Kommen angekündigt, um mir das Grundstück mal anzugucken. Dabei erzählte sie mir, dass jeder Interessent einen Fragebogen auszufüllen hat und letztlich der Vorstand entscheidet, wer den Kleingarten zugesprochen bekommt.

Jetzt die Frage an die Leute mit Erfahrung im Kleingärtnertum:
Wie, meint ihr, stehen meine Chancen, an das Objekt zu kommen, wenn es mich denn überzeugt und ich mich wirklich dafür bewerbe.
Gibt es bei den Kleingärtnern eine Zielgruppe, die besonders bevorzugt wird?
Wäre das Völkchen meiner hier vorgestellten Planung gegenüber aufgeschlossen?
(in der Vergangenheit hab ich schon ein bisschen zu den Themen Kleingarten und Kleingartenverordnung recherchiert und bin dabei auf widersprüchliche Auflagen zum Thema Kleintierhaltung in solchen Anlagen gestoßen - mal erlaubt, mal nicht - will mich aber über die dort gültige Verordnung im Gespräch mit den Pächtern schlau machen)

Ist es vielleicht erwägenswerter, dass sich meine Mutter, die mich heute zum Anschauen begleiten wird, sich in meinem Interesse für den Kleingarten bewirbt?
(Ich bin Anfang 20, lebe noch zuhause und mache gerade eine Ausbildung - die laufenden Kosten des Gartens dürften für mich kein Problem sein; das entsprechende Elternteil ist verwitwete Rentnerin, finanziell unabhängig)

Bin dankbar für eure Ratschläge,

Viele Grüsse
Patrick

Eckhard

  • Gast
Re : Kleingartenbewerbung?
« Antwort #1 am: 25. Juni 2006, 09:32:00 »
Hallo Patrick!
Wenn Du einen Kleingarten pachten willst, bekommst Du ihn  grundsätzlich nur , wenn Du ihn gärtnerisch nutzen willst (siehe BKleinGG). Eine zusätzliche Kleintierhaltung KANN unter Auflagen (Gartenordnung) vom Vorstand erlaubt werden. (muß aber nicht). Vorab eine Zusage zur Kleintierhaltung zu bekommen ist sehr unwahrscheinlich.
Gruß Eckhard

Jürgen Grimm

  • Gast
Re : Kleingartenbewerbung?
« Antwort #2 am: 26. Juni 2006, 14:30:00 »
Hallochen lieber Patrick, ich stimme dem Eckhard zu. Mit dem Bewerberformular ist auch Richtig, wenn du Glück hast, kannste das gleich beim Zuständigen Vorstand ausfüllen. Weil die meisten KGAs Arbeiten noch nach Liste, wenn viele Bewerber vorhanden sind. Muttern würde ich nicht als Pächter eintragen lassen, ist mal was.... musst du Dich um den eigenen Garten Bewerben, Einritt in die KGA zahlen und die Abschätzgebühr. Womöglich noch Rückbau und dergleichen vornehmen. Dachte ja das sich an den Formalitäten einiges bessern wird, aber auf der letzten großen Sitzung des Bezirksverband tat sich da leider nix. Viel Glück !! Jürgen (Vorstand)

Helga

  • Gast
Re : Kleingartenbewerbung?
« Antwort #3 am: 03. Juli 2006, 22:19:00 »
Bewerben ist gut.
Bei uns muss auch jeder einen Bewerbungsbogen ausfüllen - aber die Überlassung eines Gartens erfolgt nach sehr undurchsichtigen Gesichtspunkten: Bei uns wurde eine Parzelle an einen 80jährigen verpachtet, der glaubt, seine Kinder machen alles für ihn. Die Kinder haben wir noch nie gesehen. Andererseits werden junge Paare abgelehnt, weil einer Arbeitslos ist.
Wiederum dürfte Tiehaltung gar nicht erst erwähnt werden - laut GO nicht erlaubt.
Und doch haben wir 10 - 20 % Leerstand.
Vielleicht sollten sich beide bewerben: Mutter und SOhn.
Viel Glück
Helga

Jürgen

  • Gast
Re : Kleingartenbewerbung?
« Antwort #4 am: 05. Juli 2006, 09:44:00 »
Hallochen liebe Helga,
das sind natürlich Punke, da versteht man dann die Welt nicht mehr. Wenn sich Mutter UND Sohn Bewerben, hat man die Change das wenigstens einer den Garten bekommen könnte, aber sinnvoll wäre doch eben Sohn. Noch vor Jahren (vor der Wende) war ein Garten in West Berlin zu erhalten, mit sehr viel Glück und vor allem BEZIEHUNGEN verbunden. Zum Glück ist das heute nicht mehr so. Dafür steigt der Ausländeranteil auf den Kolonien und mit der Mentalität ist das sicher nicht immer einfach lach... weil so der Sinn nach Hr. Schreber ist da so gut wie nicht vorhanden leider.... aber man versucht es eben halbwegs da klar zu kommen und ein bißchen um Einsicht zu bitten.... vlg Jürgen

helga

  • Gast
Re : Kleingartenbewerbung?
« Antwort #5 am: 05. Juli 2006, 21:52:00 »
Ja Jürgen,
da hast du recht. doch es erschrickt mich immer wieder, dass jungen menschen zwischen 20 und 40 jahren der garten verweigert wird, weil sie nicht permanent im erwerbstehen.
es erschrickt mich nicht nur, es macht mich auch wütend und traurig - weil meine gute nachbarschaft und auch mein geld dafür drauf gehen.
liebe grüße
helga

 

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