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Thema: Aufwandsentschädigung oder was?  (Gelesen 5,244 mal)

Lutz

  • Gast
Aufwandsentschädigung oder was?
« am: 01. Juni 2008, 20:45:00 »
Liebe Gartenfreundinnen und -freunde,

am 08.07.2007 und folgenden Tagen sprachen wir hier bereits über dieses Thema unter der Überschrift "Mehr Geld fürs Ehrenamt".
Eckhard hatte kurz und bündig folgendes geschrieben."BIS 500 € / a sind keine ,,Löhne", sondern eine Pauschale zur Abgeltung der Aufwendungen
wie PC, Drucker Telefon Fahrtkosten usw. Man muß jetzt nicht mehr alles belegen.
Zahlungen an Vorstände für ihren Zeitaufwand waren und bleiben rechtswidrig. Vereinsrecht."

Mit einigem Erstaunen las ich heute im "Gartenfreund" (LSK) einen Beitrag der LSK-Schatzmeisterin.
Diese schreibt: "Seit Januar 2007 haben wir die Möglichkeit, eine steuerfreie Aufwandsentschädigung bis zu 500 Euro für die ehrenamtliche Vorstandsarbeit und für vom Vorstand nachweislich beauftragte Gartenfreunde pro Gartenfreund und Jahr zu zahlen."

Soweit so gut. Das haben wir bereits 2007 festgestellt, allerdings auch festgestellt, daß nicht die Tätigkeit bezahlt sondern der finanzielle Aufwand erstattet werden soll/kann.

Die Gute Frau (und mit ihr der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.) jedoch scheint das anders zu sehen.
Sie schreibt weiter: "Die Kostenerstattung z.B. der Fahrtkosten, Telefonkosten usw. kann mit ordentlicher Nachweisführung zusätzlich gezahlt werden."

Zusätzlich???

(Blabla) und weiter "... denn ehrenamtliche Arbeit hat auch im Kleingartenwesen eine sehr große Bedeutung und kostet viel Freizeit." Klar. Sonst wäre es ja per Definition keine EHRENAMTLICHE Arbeit, wenn sie nicht in der Freizeit gemacht würde.

Weiter: "Diese sollte auch gewürdigt werden." Auch da kann man nicht widersprechen, doch sollte diese "Würdigung" eben kein Geld, sprich Lohn sein.

Aber es gibt noch die andere Sichtweise. Die Gute schreibt weiter: "Die Information der Mittelverwendung an die Mitglieder ist Grundvoraussetzung unserer Verwaltung der Vereinsgelder."

Da staunst\'e nicht schlecht! Doch jetzt kommt der krönende Abschluß: "Wenn keine Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit erfolgt wird die Vorstandsfindung in den Vereinen immer schwieriger." und "...ganz ohne Geld geht es auch im Kleingartenwesen nicht!"

Was sind die Kleingärtner nur für Leute? könnte man sich angesichts solcher Sätze fragen. Als gemeinnützige Vereine haben sie, u.a. wegen der besonders günstigen Pacht, mehr Eigen- als Gemeinnutz.
In einer Vielzahl von gemeinnützigen Vereinen, die sich z.B. soziale Projekte bemühen (Betreuung, Speisung von armen Kindern, Volksküchen etc.pp. Die Liste könnte endlos werden), in denen wird kaum der tatsächlich entstandene Aufwand erstattet. Viel Gemeinnutz und so gut wie kein Eigennutz! Hört man von diesen Vereinen Sätze wie die obigen? Hört man; Ohne Geld keine Vorstandsfindung?

Verstehen wir, die wir bereits darüber diskutierten, eventuell die Rechtslage völlig falsch?

Oder läuft hier was janz jewaltich schief?

Mit Grüßen aus Dresden

Lutz

Biggi

  • Gast
Re : Aufwandsentschädigung oder was?
« Antwort #1 am: 02. Juni 2008, 23:09:00 »
Hallo Lutz!
Ja bei diesem Artikel habe ich auch geschluckt. Aber es gibt leider Vereine die das ausnutzen. Diese berechnen die hohe Aufwandsentschädigung. Wir wollen unseren Gartenfreunden diese Kosten nicht auch noch anrechnen, also machen wir es ehrenamtlich, ohne Verdienst. Der Satz von Frau Dilßner:,,Es ist nicht nachvollziehbar, wenn ein Vereinsvorstand genannte finanzielle Belastungen von seinen Vereinsmitgliedern fernhalten will, denn..."Unsere Gartenfreunde mit meist wenig Einkommen haben weniger Kosten für den Garten und leben ruhiger. Sollen wir unsere Rentner und Harz 4 Bezieher noch mehr belasten mit Zahlungen? Da haben wir doch schnell viele leere Gärten.Die Kosten sollen doch so gering wie möglich für die Gartenfreunde sein.
Vielleicht kann ja Frau Dilßner sich dazu äußern? Wie können solche hohen Kosten überhaupt verbucht werden?
Ich hoffe das es noch weitere Vorstände im Ehrenamt gibt, mit keiner oder geringer Aufwandsentschädigung.

lutz

  • Gast
Re : Aufwandsentschädigung oder was?
« Antwort #2 am: 04. Juni 2008, 09:32:00 »
Hallo Biggi,

auf eine Reaktion des LSK bzw. von Frau Dilßner werden wir hier wohl nicht erwarten dürfen.
Die Frage, wie das verbucht werden kann läßt sich recht leicht beantworten: Kreativ! Mit Hilfe von Excel und Access.

Wie ich bereits 2007 schrieb; In unseren KGV wurden für Vorstand, erweiterten Vorstand etc. nicht nur 500 €, nein da wurden Beträge bis rund 1.800 € Aufwandsentschädigung (pauschal pro Kopf) plus nachgewiesene Fahrtkosten (4 €/Tag bei ÖPNV) plus Porto plus Telefonkosten plus Prämie am Jahresende plus Kosten fürs privates Arbeitszimmer des Chefs gezahlt. Derselbe übrigens, der im gleichen Gartenfreund unter der Überschrift "Kleingärten müssen bezahlbar bleiben" mit den Worten: "...Jeder, der aufmerksam unser Verbandsorgan "Gartenfreund liest, spürt, dass die Gefahren für das Kleingartenwesen nicht kleiner geworden sind." den großen Popanz einer immerwährenden Bedrohung aufbaut. Angst frißt bekanntlich Hirn, das ist bei Kleingärtnern nicht anders. Mit dieser groß an die Wand gemalten "Gefahr" hat sich der selbe bei der letzten MV seines Vereins übrigens vehement gegen eine maßvolle, übrigens auch gegenfinanzierte, Absenkung der Mitgliedsbeiträge ausgesprochen. (Unter der Überschrift "Kleingärten müssen bezahlbar bleiben" wahrlich eine intellektuelle Meisterleistung!) Daß der Verein einer der teuersten hier in der Stadt ist, das hat sich sicherlich schon herumgesprochen. Und wie all jene, die ebenfalls von der o.g. Aufwandsentschädigung profitierten, diese "Bedrohung" weiter ausmalten und wie die MV zu guter Letzt abstimmte, das muß man hier wohl nicht mehr erwähnen. Nur ein Schmankerl noch zum Abschluß. Der Antrag wurde von besagtem nicht etwa mit den Worten "Wer für den Antrag stimmt, der hebe... Stimm-Enthaltungen? Gegenstimmen? zur Abstimmung gebracht. Nein! "Wer gegen den Antrag stimmt, der hebe..." So zeigen manche ihr wahres Gesicht!

MfG

Lutz



Biggi

  • Gast
Re : Aufwandsentschädigung oder was?
« Antwort #3 am: 04. Juni 2008, 21:27:00 »
Hallo Lutz!
Bei deiner Beschreibung bleibt mir doch die Spucke weg.Wie können sich Gartenfreunde so einschüchtern lassen?
Wir versuchen die Umlage so niedrig wie möglich zu halten, um den Gartenfreunden das kostspielige Leben in der heutigen Zeit so angenehm wie möglich zu machen.Ich würde mich in einem Büro gar nicht wohl fühlen.Ich steh im Garten und bin jederzeit ansprechbar.Ich finde das dummfrech was der Vorstand macht.Das Finanzamt überprüft doch alle 3 Jahre.Das muss doch im Protokoll der MV vermerkt werden wenn so eine Abstimmung erfolgt.Ich würde mich schämen, wenn ich meine Gartenfreunde so abzocken würde.Ich mache es ehrenamtlich und muss dabei kein Geld verdienen, der Dank der Gartenfreunde ist mir mehr wert.
Lutz habe den Beitrag im Gartenfreund nicht gefunden.Bitte schreibe mir doch mal die Seite auf, ist wichtig.
Das einzige was ich bemängle bei uns,ist die schlechte Zusammenarbeit mit dem Kreisverband. Aber die Herren haben neben ihrer Arbeit zu viele Ehrenämter, so das sie keine Zeit mehr für wichtige Beratungen haben.
Ob der Vorstand, bei dem guten Nebeneinkommen, sich noch wohl fühlt in seiner Haut? Die Herren sollten sich schämen.

lutz

  • Gast
Re : Aufwandsentschädigung oder was?
« Antwort #4 am: 05. Juni 2008, 08:08:00 »
Hallo Biggi,

kurze Antwort (bin gleich einige Tage im Urlaub- ob da Internet ist, ich weiß es nicht...) auf Deine Frage:
Gartenfreund LSK-Seite III bezog ich mich auf den Beitrag: Kleingärten müssen für alle bezahlbar bleiben.
Falls Du meinen Beitrag hier im Forum meinst, so habe bitte etwas Geduld. Sobald ich aus dem Urlaub zurück bin werde ich Dir den/die genauen Link(s) heraussuchen.

Bis dahin beste Grüße

Lutz

ps. Das das FA bislang derartiges geduldet hat, das verwundert mich ebenfalls...

 

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