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Thema: Bezahlung für Arbeitsstunden  (Gelesen 22,722 mal)

ele

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #15 am: 05. August 2008, 10:41:00 »
Hallo an alle noch einmal und ich danke euch für eure regen Antworten auf meine Frage,aber so richtig schlau bin ich noch nicht und ich weiß immer noch nicht wie ich weiter vorgehen soll,wenn ich in der nächsten Mitgliederversammlung vorbringe,dass die geleisteten Arbeitsstunden nicht mehr mit 6 Euro bezahlt werden,sondern vielleicht nur noch die Hälfte oder mit Präsenten für Mitglieder die sich besonders aktiv beteiligt haben,ich glaube da muß ich mich warm anziehen,weil ich da mit Fragen und Vorwürfen zubombadiert werde.
Noch einmal,bei uns ist es so,dass 30 Stunden im Jahr geleistet werden müssen und wer es nicht macht,werden 6 Euro pro Stunde von der Pacht draufgerechnet und wer mehr leistet bekommt pro Stunde 6 Euro bezahlt,das kann doch nicht sein,und was manche da für Stunden abgeben,es ist der Wahnsinn,und das kann es doch nicht sein?
Was soll ich tun,ich bitte euch weiterhin um eure Ratschläge,wie soll ich eine Veränderung in der nächsten Mitgliederversammlung erklären??
Ich danke euch ganz herzlich für eure Unterstützung
Es grüßt euch eure Gartenfreundin Ele

lutz

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #16 am: 05. August 2008, 15:54:00 »
Hallo ele.

Vermutet hatte ich schon so etwas, wollte es nur nicht laut sagen:
Einige wenige (immer die selben?) verdienen sich am Verein \'ne goldene Nase, bzw. bessern sich die Rente oder das "Hartz4" auf? Brutto für Netto!
Die erbrachten Leistungen stehen in keinem Verhältnis zu den ausgezahlten Geldern? (Okay, das werden die Leistungserbringer eventuell anders sehen!)
So läuft es in manchem KG-Verein.

Eine leistungsgerechte Entlohnung wirst du wohl nicht hinbekommen, wer wollte den "Tarif" festlegen, wer die Leistung bemessen? Also 6 Euro hin oder her, hier wirst du keinen Lösungsansatz so ohne weiteres finden. (Und wie du weiter oben lesen konntest sind auch weit höhere Löhne üblich. Sogar "Strafgelder", also Geld, das erzieherisch wirken soll. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass (Um-)Erziehung zu den satzungsmäßigen Aufgaben eines Kleingartenvereins zählt. Ist doch schließlich keine Erziehungsanstalt, sowas.)

Bleibt nur noch, dass JEDER, persönlich oder durch Freunde, Bekannte, Nachbarn oder auch "Dienstleister", seine Stunden zu erbringen hat.

Keine, aber wirklich auch gar keine Bezahlung bei Arbeitseinsätzen vom Verein an die Gartenfreunde. Du wirst sehen, wenn kein Geld mehr fließt werden sich die nötigen Arbeitsstunden merklich verringern, denn kaum einer hat ein Interesse daran, für nix und wieder nix Stunden zu schreiben. Das schafft -mein Vorschlag- Luft für gemeinsame Pausen bei Kaffee und Kuchen / Hackepeterbrötchen und Bier...

Eine mögliche Begründung für die Mitgliederversammlung kannst du bereits weiter oben lesen. (Steuer, Sozialabgaben...)
Wer von deinen Hanseln stellte sich schon freiwillig hin um zu sagen: Ich will, dass der Verein Steuern hinterzieht. Selbst jene die, wie du schreibst, Stunden schreiben, dass es der Wahnsinn ist, selbst die werden sich das kaum wagen. Oder?

Damit wäre dein Problem aus der Welt. Kurz und relativ schmerzlos.

Mit Grüßen aus Dresden

Lutz

Markus

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #17 am: 05. August 2008, 18:35:00 »
HALLO Ele,

jetzt habe ich auch verstanden, was Du genau meintest. Es werden nicht gernerell alle Stunden bezahlt, sondern nur diese, die über die angesetzten Arbeitstunden hinaus laufen.

So wie es aussieht, habt ihr Probleme mit der Berechung der benötigten Stunden.
Solange genauso viele Stunden vom Verein bezahlt werden, wie Mitglieder sich dafür "Freikaufen", sollte es doch für den VOrstand und die Kasse keine Probleme geben.

Wenn allerdings mehr Stunden bezahlt werden, als sich Mitglieder freikaufen, dann habt Ihr Euch bei der "Beantragung" der Stunden in der Mitgliederversammlung vertan. Da sollte dan erstmal angesetzt werden.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, die Freikaufbeträge wieder an die Mitlgieder auszuzahlen. Was sollte sonst damit passieren?

Gruß Markus

Kaffi

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #18 am: 06. August 2008, 20:11:00 »
hallo M
Ich muss Dir recht geben.Auch bei uns im Anlagenausschuss gibt es Leute die von erziehen
und unterordnen reden.Ich bin nicht in einem
Gulag sondern in einem Kleingartenverein.Diesen Leuten begegne ich mit Nichtachtung.Außerdem sind die Stdsätze die hier zum Teil verlangt werden viel
zu hoch.Wenn man überlegt was zum Teil in der freien Wirtschaft bezahlt wird !! Der Kleingartenverein wurde für Arme gegründet und triftet immer mehr zum Schicki Micki Verein ab.
Die Std.Löhne gehen immer weiter in den Keller
und die Vereine erhöhen die Mitgliedsbeiträge.
Hier ist soziales Denken angesagt ,um auch denjenigen die an der untersten Schwelle der Gesellschaft stehen die Möglichkeit zu geben einen Kleingarten zu bewirtschaften.

Markus

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden (Berichtigung)
« Antwort #19 am: 07. August 2008, 10:03:00 »
Halli Ihr, da war der Finger langsamer als meine Gedanken ;-))

Eigentlich sollte es heißen:

Ansonsten sehe ich keinen Grund -der dagegen spricht-, die Freikaufbeträge wieder an die Mitlgieder auszuzahlen. Was sollte sonst damit passieren?


Sorry
Gruß Markus

Hans

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden (Berichtigung)
« Antwort #20 am: 07. August 2008, 16:54:00 »
Richtig,Markus !

Aber nur gegen Arbeitsverrichtung.

Hans

Eckhard

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden (Berichtigung)
« Antwort #21 am: 08. August 2008, 10:20:00 »
Es ist schon vielsagend, wenn auf die Beiträge von Lutz, die m. E. den Nagel auf den Kopf treffen von Einigen einfach ignoriert werden und weitere "Wurschtellösungen"  anbietet.( wenn man den eigentlichen Satzungsauftrag GENAU lesen würde und die Gemeinnützigkeit nicht aufs Spiel setzen wollte)

mit freundlichem Gruß  eckhard

markus

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #22 am: 09. August 2008, 20:48:00 »
Ich weiß nicht, wo da letztendlich das Problem liegt. Vielleicht nochmal nur etwas einfacher erklärt.
Anfang des Jahres wird eine benötigte Arbeitsleistung von ...sagen wir mal 500 Stunden ermittelt. Jetzt hat der Verein 100 Mitglieder die verpflichtet sind, Arbeitsdienst zu leisten (zur einfacheren Berechnung;-)) ). Das sind nach Adam Riese 5 Stunden Pro Mitglied. Nun entschließen sich jedes Jahr 20 Mitglieder dafür, Ihren Arbeitsdienst nicht zu machen und lieber den Ausgleichsbetrag zu zahlen. Nun könnte man sagen, ...klasse, dadurch haben wir ja 20 x xx,xx€ ..... Das hört sich gut an. Da tun sich aber 2 Probleme auf. Erstens: es fehlen 100 Stunden Arbeitskraft. Und zweitens: wir nehmen Geld von Mitglieder ein, bei denen ich nicht wüsste, wie wir diese verbuchen sollen.

Die Lösung (zumindestens für uns), wir geben die 100 Stunden frei für andere Mitglieder. Diese bekommen dann den Betrag, der von den 20 Mitgliedern bezahlt wurde, die sich "freigekauft " heben.
Damit macht keiner "große Geschäfte" und der Verein macht werder Gewinn, noch Verluste. Die Gemeinnützigkeit ist davon nicht betroffen.

Für uns ist die die Beste un einfachste Lösung

So, jetzt habe ich genug geschrieben ;-))
Wünsche allen noch ein schönes Wochenende.
Gruß Markus

lutz

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #23 am: 10. August 2008, 09:29:00 »
Hallo, hallo.

"...wir geben die 100 Stunden frei für andere Mitglieder. Diese bekommen dann den Betrag..."

Hallo?

Bezahlte (Lohn-)Arbeit, die nicht versteuert wird, ist plötzlich keine SCHWARZARBEIT, nur weil die eine oder andere bauernschlaue "Begründung" gefunden wurde?

Die für diese Arbeit ausgezahlten Gelder sind keine Lohngelder, nur weil sie nicht über die (offizielle) Vereins-Buchhaltung laufen?

"Für uns ist die die Beste un einfachste Lösung." ???

Klar!

Meiner Putzfrau den Lohn cash rüber zu reichen ist auch einfacher für mich. Dem Frisör, dem Handwerker auch...

Da rege sich noch einer über Zumwinkel auf...
oder über nicht korrekt gestutzte Hecken, Unkraut auf des Nachbarn Gartenwegen, Flugsamen... Da rufe noch einer: Ordnung muß sein!...

Na denn noch schönes Wochenende
und beste Grüße aus Dresden

Lutz

Hans

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #24 am: 10. August 2008, 11:38:00 »
Hallo Ele,

wenn Eure Mitgliederversammlung beschlossen hat, pro Parzelle 30 Stunden Pflichtleistung zu verlangen, dann muss auch der Bedarf zur Verrichtung dieser Arbeiten vorhanden sein. Bei der Anzahl dieser Stunden kann man den Einzelnen auch nicht so einfach vor sich hinmurkeln lassen. Das muss wegen der Arbeitsleistung und Qualität organisiert erfolgen und  n a c h w e i s b a r ! abgerechnet werden (Arbeitseinsätze). Ich habe meine Zweifel, dass  das bei Euch so gehandhabt wird.
Ob der Stundensatz nun mit 5,- 6,- 7,50  oder 10,- € festgelegt wird ist ebenfalls Sache der MV. Nur darf dann kein Unterschied mehr gemacht werden, denn der Satz gilt für jeden und alle Arbeiten. Nur so kann man auch erreichen, dass alle gleich behandelt werden, indem sie Arbeiten verrichten, die Ihren Fähigkeiten und Ihren Leistungsvermögen angemessen sind.
Diskutiert das in der MV aus. Nur Mut !

viel Erfolg wünscht

Hans


Tom

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #25 am: 22. August 2008, 20:55:00 »
Hallo Ele!
Reger Kommentar um deine Frage. Wieso muss bei euch jeder 30 Stunden im Jahr leisten?Wieviele Mitglieder habt ihr? Was ist bei euch zu machen?
Bei uns müssen die Gartenfreunde, je nach anfallenden Arbeiten, ca. 6 Aufbau-Stunden im Jahr leisten.Wege vom Unkraut befreien, Laub harken,freie Gärten bewirtschaften, Wiese mähen, Aussenzaun reparieren und andere Aufgaben. Die Gartenfreunde, die mehr leisten, werden ausgezeichnet und die Stunden werden aufs nächste Jahr gut geschrieben. Gartenfreunde, die die Stunden nicht machen, bezahlen das Geld an die Gartenfreunde die dafür die Stunden übernehmen.Aber nur nach Absprache mit dem Vorstand.
Wie sind die Gelder bisher abgerechnet wurden? Warum sagst du nicht zu den Gartenfreunden zur Vollversammlung:,,Ich möchte die Umlage senken, aber aus diesem Grund (weil zuviel Geld in die Aufbaustunden geht) kann ich das nicht machen, ich bitte um ihre Vorschläge."Auch kannst du eine Notlüge gebrauchen, wenn diese Gelder auf der Abrechnung auftauchen:,,Das Finanzamt möchte Rechenschaft über diese Gelder." Ich glaube da mault so schnell niemand. Du musst doch aller 3 Jahre Rechenschaft ablegen, beim Finanzamt und Verband, wegen Gemeinnützigkeit?
Ich glaube dir gern das da zuviel Geld weggeht.
Hast du mal bei deinem Verband nachgefragt?
Wir hatten 1 Euro Jober bekommen, die ganz fleißig die freien Gärten bewirtschafteten.
Viel Kraft zur Durchsetzung deiner Neuerung wünscht Tom

Lutz

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #26 am: 26. August 2008, 16:54:00 »
Hallo Ele, hallo Tom und auch allen anderen ein Hallo.

Es freut einen zu hören, daß doch noch in dem einen (z.B. Tom\'s) oder anderen(?) Verein eine vernünftige und v.a. auch halbwegs dem Recht entsprechende Lösung praktiziert wird.


Ich habe in der Zwischenzeit die Frage mal "weitergeleitet" und folgende Auskunft erhalten: Ich zitiere mal gekürzt:
"Alle Mitglieder eines Vereins sind zu gleichen Teilen für IHR Eigentum verantwortlich!
Der Verein MUSS, als juristische Person dafür sorgen, dass seine ,,Einzelbestandteile" (Mitglieder) die notwendigen Aufgaben wie Verkehrssicherungspflicht, Pflege- und Wartungsarbeiten erfüllen.
Aufgrund des Gleichheitsprinzips in einem Verein, muss der Vorstand gem. Satzung dafür Sorge tragen, dass ALLE diese Pflicht wahrnehmen, ggf. muss er sie (erzieherisch) dazu zwingen!
In der heutigen Zeit ist das beste ,,Überzeugungsmittel" das Geld. (*) NUR aus diesem Grund wird (zumindest theoretisch) Geld (eine Ablösesumme) verlangt. Diese Mittel sind aber nicht dazu gedacht, sie an andere auszuzahlen, denn für Arbeiten an meinem Eigentum werde ich doch nicht bezahlt, von wem auch?
Der Verein sollte die eingenommenen Mittel z.B. zur Anschaffung von Technik oder zur Finanzierung von Handwerkerleistungen, die die Mitglieder nicht selbständig ausführen dürfen, nutzen.  
Dass Mitglieder als ,,Arbeitnehmer" auftreten können, dagegen spricht i.d.R. die Satzung, denn in fast allen steht, dass die Mitglieder ehrenamtlich tätig sind. So kann auf Vereinsebene kein weiteres Arbeitsrechtsverhältnis begründet werden." Zitat Ende

Damit wären alle Gründe benannt. Und in letztem Satz -ohne trickreiche Notlüge- das juristische Argument gegen jegliche Bezahlung für Arbeitsstunden im Gartenverein. Es sei denn; Ihr ändert die Satzung. Doch das kann ein zweischneidig Schwert sein...

(*)An diesem Punkte wäre ich, möglicherweise im naiven Glauben an das Gute im Menschen- doch anderer Meinung, denke, daß ein gutes "Arbeitsklima" und einige motivierende "Tricks" wie ein Dankeschön, ein simples Lob, angepaßt anspruchsvolle Arbeit, gemeinsames Frühstück und...oder... ebenfalls und auf Dauer effektiver und nachhaltiger überzeugen[!] würden. Die Industrie macht es uns zumindest in manchen Firmen erfolgreich vor.
\'s wäre schon an der Zeit, die Peitsche mal endlich neben dem Rohrstock zu begraben. Die Blockwarts zumindest würden dann ziemlich nackicht dastehen...
Aber das ist ein anderes Thema.

Mit Grüßen aus Dresden

Lutz


Uwe

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #27 am: 27. August 2008, 11:30:00 »
Sehr gut Lutz. Mit deinen letzten Beitrag hast du denn Nagel auf den Kopf getroffen.

Gruß an alle Uwe

Peter,Pan

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #28 am: 29. August 2008, 17:01:00 »
Hallo Lutz,

deine Auskunft ist sehr Interessant, kannst Du mir die Quelle sagen wo ich dies finde oder besteht die Möglichkeit das Du mir diesen Auskunft per Email sendest.
PanPeter@aol.com
Würde mich freuen wenn ich bald was von Dir höre

MfG
Peter , Pan

Lutz

  • Gast
Re : Bezahlung für Arbeitsstunden
« Antwort #29 am: 29. August 2008, 19:03:00 »
Hallo Peter,

Antwort kommt die nächsten Tage per pM. Hab\' bitte etwas Geduld, momentan ist die Zeit knapp.

Mit Grüßen aus Dresden

Lutz

 

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