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Thema: Wir sollen 5000 KW/h bezahlen, da niemand weiß wo der Strom hin ist  (Gelesen 5,222 mal)

Schnattchen

  • Gartenfreund
  • Beiträge: 2
Hallo,

alle sagen zwar unsere Gartenrechnung ist noch gering aber es geht ja ums Prinzip.

Wir haben ein Schreiben sowie die Jahresabrechnung erhalten und aus dem zweiten wird man einfach nicht schlau.

Ich habe die Berechnung angezweifelt und daraufhin zwei Schnipsel von den Stadtwerken erhalten sowie vom Wasserband.

Und nun geht die Rechnung garnicht mehr auf.

http://s7.directupload.net/images/140208/q3n9e4kt.jpg
http://s7.directupload.net/images/140208/a3wcj4p7.jpg

Auf den zwei Schnipseln steht:

Strom
Gesamtverbrauch - 17414 KW/h - Brutto inkl. Grundgebühr und Stromsteuer - 4577,98 €

Wasser
Trinkwasserverbrauch - 552 m³ - Brutto 1022,45 €

Abwasser
Mobile Entsorgung - 221 m³ - Brutto 284,19 €


Egal wie ich rechne, ich komme nicht auf die Summe der Jahresrechnung.

Bitte um Rat.

MfG


AndreaImGarten

  • Gartenfreund
  • Beiträge: 7
Re:Wir sollen 5000 KW/h bezahlen, da niemand weiß wo der Strom hin ist
« Antwort #1 am: 08. Februar 2014, 17:31:04 »
Wenn es gar nicht aufgeht würde ich die Rechnung, die du gemacht hast, in ein Schreiben verpacken und dann den Stadtwerken zuschicken mit Bitte um genaue Erklärung/Auflistung.

Ansonsten vielleicht auch einmal beim Anwalt beraten lassen.. die Stadtwerke stellen sich gerne stur

Hagen

  • Gartenfreund
  • Beiträge: 6
Re:Wir sollen 5000 KW/h bezahlen, da niemand weiß wo der Strom hin ist
« Antwort #2 am: 08. Februar 2014, 23:06:15 »
Hallo Schnattchen
Es fehlt mir die Logik in den Angaben
Bei 4889 KW/h und einer Umlage125 KW/h  komme ich auf 39 Gärten
Bei 2000 KW/h Verlust und 20 KW/h komme ich auf 100 Gärten ( In unserer Anlage liegt der Verlust in etwa in der gleichen Höhe.
Wie groß ist die Anlage ?

Schnattchen

  • Gartenfreund
  • Beiträge: 2
Re:Wir sollen 5000 KW/h bezahlen, da niemand weiß wo der Strom hin ist
« Antwort #3 am: 09. Februar 2014, 12:30:10 »
Hallöchen,

genau, es sind 39 Gärten.
Keine Ahnung woher er das mit den 20KW/h hat. Ich weiß auch nicht wie groß die ganze Anlage ist.
Ich hatte jedenfalls Einspruch gegen die Rechnung gelegt und nun dies bekommen.

http://s7.directupload.net/images/140208/xxrhdy84.jpg
http://s7.directupload.net/images/140208/wwa2gyvb.jpg

Die Rechnung stimmt vorn und hinten nicht.

Laut der ersten Rechnung wird immer eine Grundgebühr erhoben, nur ist diesen ja bei den Stadtwerken schon inbegriffen. Siehe Link 2.

Wenn ich dann danach rechnen würde käme ich auf folgendes:

Strom
Gesamtverbrauch - 17414 KW/h - Brutto inkl. Grundgebühr und Stromsteuer - 4577,98 €

4577,98 : 17414 = 0,26 €
44 * 0,26 = 11,57 €
126 * 0,26 = 33,12 €
= 44,69 €

Wasser
Trinkwasserverbrauch - 552 m³ - Brutto 1022,45 €

1022,45 : 552 = 1,85 € / m³
3m³ * 1,85 = 5,56 €
2,12m³ * 1,85 = 3,92 €
= 9,48 €

+ Gewässergebühr ?

Abwasser
Mobile Entsorgung - 221 m³ - Brutto 284,19 €
284,19 : 221 = 1,29 € / m³
1,2m³ * 1,29 = 1,55 €
0,85m³ * 1,29 = 1,10 €
= 2,65 €


Laut dem Schreiben möchten die aber:
Energie - 44KW/h - 16,34 €
Energiedifferenz - 125,358 KW/h - 31,45 €
= 47,79 € für Energie

Wasser - 3m³ - 10,07 €
Gewässergebühr - 0,40 €
Wasserdifferenz - 2,12m³ - 2,92 €
= 13,39 € für Wasser

Abwasser - 1,2m³ - 5,55
Fäkaliendifferenz - 0,85m³ - 0,33 €
= 5,88 € für Abwasser


Das sind 10,24 Euro Differenz.

lutz

  • Gartenfreund
  • Beiträge: 17
Re:Wir sollen 5000 KW/h bezahlen, da niemand weiß wo der Strom hin ist
« Antwort #4 am: 10. Februar 2014, 19:12:14 »
Hallo Schnattchen,

Du schreibst schon im Betreff: "Wir sollen 5000 KW/h bezahlen, da niemand weiß wo der Strom hin ist." Doch Euer Vorstand scheint zumindest eine Ahnung zu haben, was es mit der "Differenz" auf sich hat, versucht es im ersten Schreiben auch zu begründen.

Damit ist er schon um Längen weiter als so manch anderer Vorstand.
Das Verplomben der Zähler - aus welchen Gründen auch immer- zeigt aber auch, daß da immer noch eine Menge wirres Zeuch noch durch die Köpfe schwirrt. Zumindest traut man den Gartenfreunden nicht wirklich über'n Gartenweg!

Zur "Differenz": Da gibt es die ganz normalen Leitungsverluste, den Verbrauch der Stromzähler und die unterschiedliche Zählerempfindlichkeit zwischen den Zählern im Garten und em (Versorger-eignen) Hauptzähler.

Die ersten beiden Punkte sind kaum zu beeinflussen aber der letzte Punkt ist eben abhängig, wie der Strom abgenommen wird. 20 Gärtner, die 24 Stunden an 356 Tagen einen Fernseher im Standby laufen lassen ohne daß der Zähler im Garten zählt, das kleckert sich! Der Hauptzähler zählt da jedes Kilowattsekündchen! Und 20 Gärtner, die nur Samstags mal 10 Min mit dem Rasenmäher über'n Weg sausen, die haben alle was auf dem eignen Zähler! Wer von diesen beiden Gruppen jedoch letzten Endes wirklich mehr Strom verbraucht hat, das kann nur der teure Experte berechnen/messen.

Die vorliegende Rechnung ist mE allerdings ebenfalls nicht wirklich selbsterklärend.

Laß dir doch mal sagen, wie sie auf die Rechenergebnisse kommen! Frag nach den Umlageschlüsseln!

Wie ich das sehe, so haben die Vorständler den Strom an Euch weiter verkaufen wollen (was  meiner Meinung nach ebenfalls nicht zulässig wäre). Anders lassen sich die Abrechnungen nicht interpretieren.

Sieh Dir doch mal eine ganz normale Nebenkostenabrechnung (D)einer Mietwohnung an. Dort werden immer die dem Vermieter entstandenen/in Rechnung gestellten Strom-Wasser-Etc-Kosten (also alles einzeln natürlich) nach entsprechendem Schlüssel (Verbrauch oder Wohnungsgröße oder Bewohnerzahl oder Mietwohnungsanzahl etc.) aufgeteilt. Da findest Du nichts von Arbeitspreis, Grundpreis und Stromsteuer! Das  kann nur der Verkäufer ausweisen, also der Strom-Wasser-Versorger.
Der Vermieter verwaltet nur, die puren Kosten laufen durch.
Einfach, logisch, effizient. Und scheinbar völlig untypisch für deutsche Kleingärten!

Der einzige Punkt, der entschieden werden müßte, das wäre der jeweilige Verteilerschlüssel. Und der wäre recht einfach zu finden. z.B.: Bei Strom (wegen der zT recht unterschiedlichen Nutzung) ein Teil (80 % ? ) nach Verbrauch die restlichen Prozente werden aufgeteilt durch die Anzahl der Gärten. Damit wären auch jene Gärten an den Zählerverbrauchs- und Leitungsverlustkosten beteiligt, die keine Waschmaschine/Dusche/Kühltruhe im Garten stehen haben.

Soweit mein Versuch, mal wieder eine andere Sicht zum Thema einzubringen.

Grüße aus Dresden
Lutz

 

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