Kent & Stowe
 

Gibt es resistente Tomatensorte gegen Krautfäule !

Begonnen von Karl Jung, 04. September 2005, 13:52:00

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Karl Jung

Vor 15 bis 20 Jahren hatten wir herrlichste Tomatenertraege. In den letzten Jahren ist das Bemuehen für Tomatenernten umsonst. Wir glauben, alles nur erdenkliche für die Tomatenkulturen erforderliche zu beruecksichtigen.
1) Fruchtwechsel - nur jedes 4. Jahr kommen Tomaten auf den gleichen Standort
2) Kein Stickstoffduenger - Gartenerde ist durch laufende Kompostgaben sehr humusreich.
3) Überdachung der Tomatenpflanzen gegen Regen!
4) Vorsichtes Giessen, die Tomatenstaemme werden beim Gießen nicht befeuchtet!
5) Entsorgung der befallenen Pflanzenteile und Fruechte. Kommen nicht in den Kompost !
6) Anpflanzen von mindestens 3 - 4 verschiedenen Tomatensorten !

Bis Anfang - Mitte August entwickeln sich die Tomatenpflanzen praechtig und haben immer sehr ueppigen Fruchtansatz. Sobald jedoch die Fruechte reif werden sollten tritt die Krautfaeule intensiv auf. Zuerst rollen sich die Blaetter, wirken bei Sonnenschein etwas welk und werden in kuerzester Zeit braun und sterben ab.Weiters bekommen die Triebe und der Hauptstamm schwarze, abgestorbene Stellen.Zu gleicher Zeit werden auch die Fruechte befallen und bekommen die typischen Befall- und Faulstellen.

Statt Fruechte zu ernten sind dann kuebelweise die fefallenen Fruechte und Pflanzenteile zu entsorgen.

Mit Regelmaessigkeit tritt dies jedes Jahr auf und man auf Tomatenpflanzen anscheinend im eigenen Garten verzichten muss. Auch in vielen Nachbargärten gibt es kaum mehr Tomaten.

Weiß jemand Bescheid, ob es schon wirklich resistente Tomatensorten gegen Krautfäule gibt. Wir haben es auch schon mit speziell angekündigtem, sehr teuren, lt. Angabe resistentem
Samenmaterial versucht, das Ergebnis war noch deprimierender.

Ich habe schon vor einigen Jahren gelesen, das man gentechnisch veränderte Tomatensorten züchtet, die absolut gegen Krautfäule resistent sind.

Gibt es bereits diese Sorten und wo kann man sie bezienen ?

Ich freue mich auf Ihre Antwirten und Hinweise.

Gartenprofi

Werter Gartenfreund !
So viel mir bekannt ist gab es 2005 noch keine Braunfäule resistente Tomatensorte  als Saatgut. Aus den mir bekannten Tomatensorten hat 2005 lediglich die Fa. Kiepenkerl 2 Sorten als Pflanzen ausgeliefert. Es wir aber auf diesem Gebiet viel Schindluder mit toleranten Sorten getrieben.
Die Häufung von Braunfäule sehe ich zum 1. in den Schlechtwetterperioden (kühl/feucht)in den von Ihnen erwähnten Zeitraum. Zum 2. - und hier kann ich nur für Sachsen Anhalt sprechen - in den vermehrten (fast verzehnfacht) Anbau  von  Kartoffeln in den Kleingärten. Dazu kommt, daß überwiegend frühe und mittelfrühe Sorten angebaut werden, die empfindlicher gegen Braunfäulen sind. Zudem werden von den Kleingärtnern wenig vorbeugende  Pflanzenschutzmaßnahmen bei Kartoffeln vorgenommen.
Von den Kartoffeln gelangen dann die Pilzsporen auf die Tomaten.
Bei den Tomaten werden außerdem Pflanzenhygienische Maßnahmen fast stets vernachlässigt. So müssen nach einem Befall im Vorjahr die Tomatenpfähle behandelt werden. Dort befinden sich ja Pilzsporen! Holt und Metallpfähle am besten abflammen, kunststoffbeschichtete Pfähle mit einem Desinfektionmittel welches auch gegen Pilze wirkt (in der Apotheke oder Drogerie fragen) abwaschen. Hier liegt auf Dauer auch das Problem bei den Tomatenhäuschen - auch diese müssen entsprechend behandelt werden. Außerdem sehe ich viele falsch gebaute oder falsch aufgestellte solche Häuschen. Sie sollten nur von drei Seiten geschlossen sein. Die Rückseite muß sich auf der Wetterseite befinden aber nicht ganz bis zum Boden gehen - 40-50cm offen bleiben.
Gedüngt soll mit einem kalibetonten Dünger werden, NPK Verhältnis etwa 1:0,5:1,5.
Es gäbe dazu noch viel zu sagen aber es soll genügen.
Gartenprofi

anne

hallo,
ich hatte über jahre hinweg dasselbe problem mit der krautfäule. alle möglichen sorten ausprobiert - alles ging früher oder später kaputt. mittlerweile hat sich eine verblüffende lösung von selbst ergeben:
einige der letzten (fast) verfaulten tomatenpflanzen hatten es offenbar noch geschafft, samen anzusetzen, und da ich  die vergammelten tomaten nicht sofort aufgesammelt hatte, keimten die samen im darauffolgenden jahr im beet ohne weiteres zutun auf. zum glück hab ich die pflänzchen nicht ausgejätet sondern rechtzeitig identifiziert und in reihe sortiert.
die pflanzen die daraus gewachsen sind, sind absolut resistent, benötigen überhaupt keine pflege außer die übliche kompostgabe, tragen  allerdings nur murmelgroße, dafür reichliche und süße früchtchen, die sich hervorragend im salat machen.
ich vermute, daß es sich hierbei um eine rückkreuzung in den wildtyp handelt - seitdem lasse ich jedes jahr einige der tomatenmurmeln auf dem boden vergammeln und sammle im nächsten jahr wieder die pflänzchen ein.
ich weiß nicht, ob man irgendwo saatgut für wildtomaten bekommt, vielleicht bei biogärtnereien, ansonsten die vermehrung selbst ausprobieren !

viel spaß dabei wünscht anne

Rolf Streubel

Bitte senden sie die Sorten.
in voraus besten Dank
Streubel

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