Ganz neu in der Kleingartenwelt

Begonnen von Naturpiratin, 06. November 2010, 21:08:37

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Naturpiratin

Hallo liebe Gärtnerinnen und Gärtner,

so, nun ziehe ich also nach Berlin. Eigentlich wollte ich immer auf dem Land leben, aber nun scheint dies ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben zu sein. Und damit ich auf selbst gezogenes Gemüse, Obst, Kräuter und Heilpflanzen und auf meinen eigenen kleinen Garten nicht verzichten will, möchte ich mir einen Schrebergarten zulegen.

Ihr kennt Euch ja sicher aus, deswegen einige Fragen dazu:

* Wie komm ich am besten an einen (möglichst billigen) ran? Brauche nicht unbedingt eine Laube oder sowas und einen kleinen Schuppen kann ich mir auch selber bauen (für die Werkzeuge). Gibts überhaupt noch Gärten, wo nichts steht? Und ist das überhaupt so teuer? Bitte gebt mir mal ein paar Einschätzungen, mit wie viel Ausgaben ich da im Monat / Jahr rechnen muss.

* Ich bin Permakulturdesignerin. Ist das ein Problem? Sind die meisten Kleingartenvereine so spießig, wie das Klischee es vorgibt?

* Kann ich da machen, was ich will?

* Ist es normal mit Gift zu spritzen und wenn ja, gibt es auch Kleingartenvereine, die auf biologische Anbaumethoden ausgerichtet sind? Das Wasser und der Boden wird ja auch durch die Nachbarn verseucht...

Ok und falls ihr noch irgendwelche Tipps habt, immer her damit! Ich bin ein völliger Neuling was diese Art des Anbaus betrifft und deshalb offen für alle RAtschläge und Anregungen.

Eure Naturpiratin

Naturpiratin

Ach ja, ich würde gerne Bienen züchten und auch sonst so viele Insekten und andere Tiere wie möglich anlocken. Gibts da Probleme? Wie gesagt, ich hab keine Ahnung und will mich nicht in Plänen verrennen, die ich dann doch nicht erfüllen kann...

Hans

Hallo Naturpiratin,

Google mal mit "Kleingartensuchmaschine"
Besser noch: mach einen Spaziergang in der Nähe Deiner neuen Wohnung. Da wirst Du unter Umständen schon fündig - vor allem im Osten.
Kleingartenvereine haben Bewirtschaftungs- und Bebauungsvorschriften, die auf dem Bundeskleingartengesetz aufbauen. Jedoch sind sie im Detail je nach Bundesland (und bis zum Verein herunter) unterschiedlich - also unbedingt vorher beim Vorstand erkundigen.
Das gilt auch für das "Gift spritzen". Im Großen und Ganzen ist es verboten - aber Idioten gibt´s überall.
Bienenhaltung ist vom Gesetz her nicht nur gestattet, sondern sogar anzustreben. Aber auch hier sind die Auslegungen entsprechend den örtlichen Gegebenheiten sehr unterschiedlich. Hier spielt vor allen Dingen die Nachbarschaftssituation eine Rolle. Manche Menschen haben Angst gestochen zu werden - es gibt sogar Allergiker, für die ein Stich lebensgefährlich sein kann. Also auch hier beizeiten "vorfühlen " was erlaubt und machbar ist.

Wichtig noch:

Ein Kleingartenverein ist eine Gemeinschaft, d.h. jeder muss sich  so verhalten, dass er andere nicht belästigt ober gar schädigt, es kann also nicht jeder tun und lassen was er will.
Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und erhält seine Anlage durch Gemeinschaftsarbeit, an der sich alle beteiligen müssen (zumindest sollten).

Die jährlichen Kosten setzen sich aus Mitgliedsbeitrag, Pacht, Grundsteuer, kommunalen Abgaben, Strom- und Wasserkosten nach Verbrauch zusammen.
Die Anschaffungskosten belaufen sich von nahe Null (verwilderter Garten mit Abbruchgebäude) bis zu mehreren Tausend € (komfortables Gebäude, teure Anpflanzungen), sind aber in jedem Falle verhandelbar.

Ich wünsche Dir Glück bei Deiner Auswahl.

p.s. Verrate mir bitte mal was eine "Permakulturdesignerin" ist und tut.

Hans

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