Rechnung Stromzähler

Begonnen von Romy, 18. Juli 2018, 20:54:29

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Romy

Hallo Zusammen.
Wir haben nun eine Rechnung bekommen über pauschal 100 Euro für den Austausch der alten Stromzähler.

Müsste hier nicht erstbdie Leistung erfolgen,bevor Geld verlangt werden darf.?
Und sollte es nicht eine detailierte Rechnung sein,über die einzelnen Positionen der Leistung (zb
Preis des zählers)

Die Rechnung kommt vom Verein direkt und die Arbeiten sollen über ein gartenmitglied ausgeführt werden.


verbandsfrei

Hallo Romy,

Gegenfrage:
Gibt es irgendeinen Beschluss, dass zum einen die Stromzähler getauscht werden sollen und viel wichtiger noch, dass ihr als Mitglied des Vereins 100 Euro pauschal zahlen sollt? Wenn ja, wie lautet der Beschluss genau?

Ich vermute mal, dass euer Verein sich nunmehr nach dem Mess- und Eichgesetz richtet und deshalb geeichte Zähler verbauen muss, weil die Stromzähler in den Kleingärten zu Abrechnungszwecken verwendet werden. Korrekt?
Wenn dem so ist, könnt ihr euch dem Austausch grundsätzlich nicht verwehren, es sei denn ihr habt bereits einen geeichten Zähler, dessen Eichgültigkeit noch nicht abgelaufen ist, oder ihr wollt zukünftig keinen Strom mehr beziehen.

Grundsätzlich aber kannst du nicht zur Abnahme eines Stromzählers gezwungen werden. Wann bei einem vertraglichen Verhältnis Leistung (Stromzählertausch) und Gegenleistung (Bezahlung) zu erbringen sind, hängt von den diesbezüglichen Vereinbarungen ab. Vorkasse ist nicht unbedingt selten, zumal der Verein ansonsten für die wahrscheinlich zahlreichen Zähler selbst in Vorkasse gehen müsste. Bedenke das bitte.

Daneben ist durchaus fraglich, ob 100 Euro angemessen sind. In unserem Verein haben wir vor 2 Jahren auch alle Zähler tauschen müssen. Der Kauf des Zählers allein (mechanisches Zählwerk) kostete ca. 22 € (zum Eigeneinbau). Ließ man das durch eine vom Verein organisierte Elektrofirma erledigen, kamen noch einmal etwa 27 € oben drauf, insgesamt also 49 €.
Jetzt das Aber: viele Gärten hatten noch keine ordentliche Stromanlage. Z. B. bedarf es wohl einer Zählertafel, quasi einer Unterkonstruktion, auf die der Zähler montiert wird. Da kam bei manchem durchaus noch einiges zusammen. Vielleicht versteckt sich das hinter den 100 €?

Ausgehend davon, dass wirklich nur der Zähler als Material enthalten ist, so dürften die 100 € eine Bezahlung an das Vereinsmitglied, welches den Zählerwechsel durchführen soll, enthalten. Einerseits würde ich mir genau aufschlüsseln lassen, was das Mitglied selbst einbehält (Thema Schwarzarbeit), andererseits würde ich für die Leistung eine ordentliche Rechnung verlangen. Letztlich geht es hier auch um Haftungsfragen. Was passiert, wenn beim Austausch des Zählers etwas schief läuft und Folgeschäden auftreten? Gegen einen gewerblich tätigen Elektriker hättest du mit großer Wahrscheinlichkeit Ersatzansprüche. Wenn es jedoch nur "unter der Hand" läuft, wie es hier scheinbar der Fall ist, gehst du leer aus.
Auch zu bedenken ist eine ggf. vorhandene Laubenversicherung. Insofern dort überhaupt Schäden an bzw. durch die Elektroanlage versichert sind, riskierst du deinen Versicherungsschutz, sofern Arbeiten an der Elektroanlage nicht fachmännisch bzw. eben durch einen Fachmann erfolgen...

Kurz zusammengefasst: einfach mal so den Zähler wechseln und dafür 100 € hinblättern, würde ich nicht mitmachen - zumindest nicht ohne ausführliche Informationen.

VG
verbandsfrei

boernie53

Hallo,
dieses Thema schwebt auch bei uns über den Verein. Wir haben vor vielen Jahren auch selbst einen Zählerwechseltausch vorgenommen. das waren 10€-Zähler ungeeicht vom Baumarkt. Damals kein Problem. Nun ist es aber so, dass beim Zählerwechsel auch, falls noch nicht vorhanden,  noch ein FI-Schalter eingebaut werden muss, wenn es eine Elektrofachkraft macht. Dazu muss eine Vorrichtung da sein. Heißt, es kann sein, dass noch ein Verteiler gesetzt werden muss. Wurde so bei unserer letzten Überprüfung praktiziert. Da war man schnell mal bei 200-300€. der Rest, 80%, hofft, dass es nie geschehen wird. Weil Gärtner ja die Ärmsten der Welt sind. Aber sie werden nicht drum herum kommen. Und wie schon erwähnt wurde, kann anfängliche Sparsamkeit sehr teuer werden.

Also ruhig hinterfragen, was sich hinter den 100€ verbirgt.

Viele Grüße boernie53

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