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Naturnahes Gärtnern: Düngen

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Sind Spezialdünger sinnvoll?

Heutzutage gibt es ein großes Angebot an speziellen Düngersorten: Rasen-, Rosen-, Beerenobst-, Tomaten-, Rhododendron- oder Zwiebelblumendünger – ob nun mineralisch und/oder organisch. Benötigen wir aber diese Vielfalt?


Kompost als NährstofflieferantFoto: Reinhard-Tierfoto Kompost ist ein wertvoller Nährstofflieferant und sollte in keinem naturnahen Garten fehlen.

Verschiedene Kulturen haben unterschiedliche Bedürfnisse, beson­ders bei der Menge der be­nö­tig­ten Nährstoffe und deren Zusam­men­set­zung. Spezialdünger sind so weit vordosiert, dass sie uns eine einfache Handhabung ermöglichen. Es muss aber im Prinzip nicht für jede Pflanze der „ei­ge­ne“ Dünger angeschafft werden. Meist wird schon durch die Dosierung und die Häufigkeit der Gabe der Unterschied aufgehoben.


Gründüngung: natürliche Nährstoffversorgung

Eine weitere Art der Düngung ist die Gründüngung. Die Aussaat der krautigen Pflanzen kann bis Anfang Oktober erfolgen. Ein dichter Bestand schützt vor Erosion und verhindert nicht nur das Aus­waschen der Nährstoffe, sie werden sogar gebunden - entweder direkt in der Pflanze oder mithilfe von Bakterien an der Wurzel. Gründünger aus Hülsenfrüchtlern (Leguminosen) kann so bis zu 150 g Stickstoff auf 10 m² binden.


Kompost: das „Gold des Gärtners“

Kompostierte Grünabfälle aus dem Garten werden nicht umsonst als „Gold des Gärtners“ bezeichnet. Ein gut aufgesetzter und abgelagerter Kompost kann uns eine Menge Nährstoffe liefern. Die Mineralien sind hier an die Abbauprodukte (Huminsäuren) gebunden. Das führt dazu, dass sie ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum entfalten und in der Regel weniger schnell ausgewaschen werden als mineralische Dünger.

Gut abgelagerter Kompost kann beim Pflanzen von Gehölzen oder Stauden mit eingebracht wer­den, auch bei der Vorbereitung eines Gemüsebeetes kann er ver­wendet werden. Ein weniger gut umgesetzter Kompost, wir sprechen von Rohkompost, kann vor dem Winter als Flächen­kom­pos­tie­rung, also Grunddüngung auf das Gemüseland ausgebracht werden. Die Makrofauna freut sich: endlich Futter! Auch die Mikrofauna zersetzt das rohe Material so weit, dass dann zur Wachs­tums­zeit Nährstoffe im Boden verfügbar sind.


Grundsätzliches zur sachgerechten Düngung

Ganz gezielt düngen, um die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen, können Sie nur, wenn Sie drei Größen kennen:

  1. den Nährstoffgehalt des Bodens,
  2. den Nährstoffbedarf der Pflanze,
  3. den Nährstoffgehalt des Düngers.

Auch der richtige Zeitpunkt, unter Berücksichtigung der Boden­ver­hältnisse und der Wet­ter­be­din­gun­gen, spielt eine wichtige Rolle. Sind starke Regenfälle oder lange Trockenperioden vo­raus­ge­sagt, düngen Sie besser nicht. Bei Regen würden die Nährstoffe sofort in tiefere Bodenschichten ausgewaschen, und bei Trockenheit sind die Nährstoffe für die Pflanze nicht verfügbar. Düngen Sie auch nur dann, wenn die Pflanze die Nährstoffe auch benötigt bzw. auf­neh­men kann.

Am Beispiel „Kalium“ wird das deutlich: Kalium ist der wichtigste Nährstoff für die Zellen und sorgt u.a. für die Winterhärte. Er reichert sich in den Wasserspeichern der Pflanzenzellen an und erhöht so den Salzgehalt des Zellsafts. Die höhere Salzkon­zen­tra­tion setzt den Gefrierpunkt der Zell­flüs­sig­keit herab und macht die Pflanzenzellen widerstandsfähiger gegen Frost.

Aus diesem Grund sollten Sie im Spätsommer und Herbst auch nur noch mit kalibetonten bzw. reinen Kalidüngern düngen. Andere Nährstoffkomponenten wie etwa Stickstoff würden im Herbst das Gegenteil bewirken und die Pflanze anfälliger gegenüber Frost machen.

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