• Pflanzenporträts

Gartenschatz: Yacon

Polymnia sonchifolia

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Gartenschatz
  • Yacon
  • Yaconwurzeln
  • Polymnia sonchifolia

YaconFoto: tamu/Adobe Stock

Erst seit etwa zehn Jahren ist Yacon in Deutschland im Handel erhältlich. Die ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler ist nah mit Topinambur verwandt. Sie bildet rund 25 cm lange und 10 cm dicke, essbare Wurzeln („Knollen“), die Süßkartoffeln ähnlich sehen. Die Wurzeln enthalten viele Fructooligosaccharide (eine Zuckerart) und schmecken dadurch fruchtig-süß.

In ihrer Heimat, den südamerikanischen Anden, wird die Nutzpflanze seit mindestens dem 13. Jahrhundert angebaut. Der Handel bezeichnet Yacon deshalb auch als Inkawurzel. Die Nutzpflanze ist sehr anpassungsfähig, ausdauernd und gedeiht auch bei uns. Hier wird sie ca. 2 m hoch, allerdings ist Yacon nicht frosthart. Das Gewächs bildet Rhizome und darunter je vier bis 20 essbare Wurzelknollen. Aus den Rhizomen können Sie im Folgejahr neue Pflanzen ziehen. Aussäen lässt Yacon sich nämlich nicht.

 

Empfehlenswerte SortenLage: vollsonnig, windgeschützt
Boden: durchlässig, leicht, tiefgründig
Pflanzung: vorziehen der Rhizome in Blumenerde ab März oder April, nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) auspflanzen oder Rhizome direkt ins Beet 5–10 cm tief pflanzen. Die Schnittstelle soll nach unten zeigen.
Abstand: Reihe 100 cm, Pflanze 80 cm
Düngerbedarf: etwas Kompost einarbeiten, keine weitere Düngung notwendig
Pflege: auf ausreichende Wasserversorgung achten, jäten, mulchen
Ernte: ab Oktober, wenn das Laub nach dem ersten Frost abstirbt und sich dunkel verfärbt, die Wurzeln vorsichtig ausgraben
Genuss: Knollen roh wie Kohlrabi verarbeiten. Sie eignen sich auch zum Dünsten, Kochen, Backen, Braten oder Grillen und sind nach ca. 10 Minuten gar. Wurzeln nach dem Schälen und Schneiden rasch verarbeiten, sonst färben sich die Schnittstellen dunkel. Aus den Blättern kann ein Tee gekocht werden. Zu Saft gepresst dient Yacon als Süßungsmittel.
Tipp: Lassen Sie die geernteten Wurzelknollen ein paar Tage im Sonnenlicht nachreifen, das intensiviert den süßen Geschmack.

 

Yacon-ChipsFoto: MarekPhotoDesign.com/Adobe Stock

Yacon-Chips

Zutaten (2 Portionen):

  • 1 große Yacon-Wurzelknolle
  • eine Messerspitze Paprika
  • eine Messerspitze Kreuzkümmel
  • eine Messerspitze Salz
  • 1 EL pflanzliches Öl (Olivenöl, Kokosnussöl)

Zubereitungszeit: etwa 35 Minuten

  • Yacon-Knollen schälen und in dünne Scheiben schneiden (ggf. mit einer Reibe)
  • Yacon-Scheiben in eine Schüssel geben und mit den Händen mit Gewürzen, Salz und Öl ver­mengen
  • Yacon-Scheiben auf ein Blech mit Backpapier legen
  • Im Ofen bei 175 °C für 20 Minuten backen, bis die Chips leicht bräunlich und knusprig sind
  • Je nach Geschmack mit einem leckeren Dip servieren

rs
 

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