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Spätblühende Stauden

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Hummel
  • Bienen
  • Blumen
  • Nektarquelle
  • Pollen

HummelFoto: D. Pietra/Adobe Stock

Im Frühling und Sommer haben Insekten an blühenden Bäumen gute Chancen auf einen reich gedeckten Tisch. Ab August wird das Buffet zunehmend karger: Sommerblüher wie Linden haben ihre Blüte beendet, die Wiesen sind gemäht, und bei dicht gefüllten Rosen oder Chrysanthemen ist auch nicht viel zu holen. 
Wie gut, dass es im Reich der Stauden eine ganze Reihe Spätblüher gibt, die ihre Blüten bis in den Spätherbst öffnen und Nektar und Pollen für die fliegenden Gäste bereithalten. So können auch überwinternde Insekten wie Zitronenfalter oder Tagpfauenauge und die Jungköniginnen der Hummeln sich noch mal richtig den Bauch voll Nektar saugen, bevor es in die Winterruhe geht. Und wenn Sie jetzt pflanzen, ist das Buffet schon in diesem Herbst eröffnet.

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Entenschnabel-FelberichsFoto: mauritius images/Garden World Images/Andrea Jones Entenschnabel-Felberichs

Elegante Erscheinung

Die geschwungenen Blütenstände des Entenschnabel-Felberichs (Lysimachia clethroides) sind mit unzähligen weißen Sternenblütchen besetzt. Zusätzlich macht diese vitale Wildart aus China und Japan durch ihre leuchtend rote Herbstfärbung auf sich aufmerksam.
Blütezeit: Juli bis September
Wuchs: 60–80 cm, locker aufrecht
Standort: Sonne bis Halbschatten, nährstoffreiche, feuchte Böden

 

Stahlblaue Blütenbälle

Die Kugeldistel ‘Veitch’s Blue’ (Echinops ritro) wirkt auf Schmetterlinge, Hummeln und Bienen wie ein Magnet. Zudem punktet sie mit ihrer leuchtenden Blütenfarbe, wächst kompakt und sticht nicht. Schneiden Sie die Kugeldistel nach der Blüte komplett zurück – dann bildet sie in wenigen Wochen einen zweiten Flor.
Blütezeit: Juli bis September
Wuchs: 60–80 cm, buschig, standfest
Standort: Liebt warme und vollsonnige Lagen und durchlässige Böden

Kugeldistel ‘Veitch’s Blue’Foto: Garten der Horizonte/Maria Luer Kugeldistel ‘Veitch’s Blue’


Spätblüher mit Duft

Vom Austrieb bis in den Winter hinein ist die Okto­ber-Silberkerze ‘Brunette’ (Cimicifuga simplex) ein Hingucker. Die imposante, standfeste Großstaude beeindruckt mit schwarzrotem Laub und duftenden, weißen Blütenkerzen. Planen Sie für diese mannshohe Staude genügend Platz ein, ca. 1 m².
Blütezeit: September/Oktober
Wuchs: 140–160 cm, buschig aufrecht
Standort: Halbschatten (bis Sonne), bevorzugt feuchte Böden

Okto­ber-Silberkerze ‘Brunette’Foto: Garten der Horizonte/Maria Luer Okto­ber-Silberkerze ‘Brunette’


Imposante Riesenstaude

Der Sonnenhut ‘Herbstsonne’ (Rudbeckia nitida) bildet beeindruckende Horste von bis zu 2 m Höhe. Die leuchtend gelben Blüten sind lange haltbar und haben eine gute Fernwirkung. Achtung: Der frische Frühjahrsaustrieb ist ein Leckerbissen für Schnecken.
Blütezeit: Juli bis September
Wuchs: 160–200 cm, buschig aufrecht
Standort: Liebt sonnige Lagen und nährstoffreiche Böden

Sonnenhut ‘Herbstsonne’Foto: Pixelmixel/Adobe Stock Sonnenhut ‘Herbstsonne’


Edle Lady im Halbschatten

Mit ihren reinweißen, großen Blütenschalen wirkt die Herbst-Anemone ‘Honorine Jobert’ (Anemone japonica) ausgesprochen elegant. Sie blüht reich und bevorzugt halbschattige Gartenplätze. Zwar braucht sie einige Zeit, bis sie sich kräftig entwickelt hat, dafür ist sie sehr langlebig.
Blütezeit: August bis Oktober
Wuchs: 80–110 cm, buschig aufrecht
Standort: Halbschatten (bis Sonne), jeder normale Gartenboden

Herbst-Anemone ‘Honorine Jobert’Foto: dutchlight/Adobe Stock Herbst-Anemone ‘Honorine Jobert’


Nahrhafte Novemberblüten

Beim Herbstbuffet dürfen Astern natürlich nicht fehlen. Die Myrtenaster ‘Lovely’ (Aster ericoides) trägt ihren Sortennamen zu Recht: Ihre zartrosa Blüten sind wunderschön und öffnen sich bis in den November hinein.
Blütezeit: Oktober/November
Wuchs: 50–70 cm, buschig
Standort: Bevorzugt Sonnenplätze, gedeiht aber auch im Halbschatten, jeder normale Gartenboden

Myrtenaster ‘Lovely’Foto: Garten der Horizonte/Maria Luer Myrtenaster ‘Lovely’


Blütenkerzen in Purpurviolett

Mit seiner Blütezeit von Juni bis Oktober ist der Kaukasus-Gamander (Teucrium hircanicum) ein echter Marathon-Blüher. Zudem ist diese schnellwüchsige Wildart vital und robust.
Blütezeit: Juni bis Oktober
Wuchs: 40–60 cm, buschig
Standort: Sonne bis Halbschatten, jeder Gartenboden, verträgt Trockenheit

Kaukasus-GamanderFoto: Garten der Horizonte/Maria Luer Kaukasus-Gamander


Schön in Blatt und Blüte

Die Fetthenne ‘Karfunkelstein’ (Sedum telephium) überzeugt mit ihren üppigen Blütenständen in kräftigem Karminrosa sowohl Gartenfreunde als auch Insekten. Zudem ist das dunkelrote Blatt sehr attraktiv. Die robuste Staude, die in ihren fleischigen Blättern Wasser speichert, verträgt Trockenheit und gedeiht auch auf mageren Böden.
Blütezeit: August/September
Wuchs: 40–50 cm, buschig kompakt, standfest
Standort: Liebt Sonne und durchlässige Böden

Fetthenne ‘Karfunkelstein’Foto: Flora Press/Nova Photo Graphik Fetthenne ‘Karfunkelstein’

 

ScheinsonnenhutFoto: Steffen Hauser/Botanikfoto Scheinsonnenhut

Aparte Wildart

Mit seiner ungewöhnlichen Blütenform ist der hellrosa blühende Scheinsonnenhut (Echinacea pallida), auch Prärie-Igelkopf genannt, ein echter Hingucker. Die Wildart aus den USA zieht Hummeln und Schmetterlinge geradezu magisch an.
Blütezeit: Juli bis September
Wuchs: 60–80 cm, aufrecht
Standort: Liebt sonnige, warme Lagen und nährstoffreiche Böden

 

Bezugsquellen

Staudengärtnerei Gaißmayer
Tel. 07303/72 58
www.gaissmayer.de

Stauden Stade
Tel. 02861/26 04
www.stauden-stade.de

Staudengärtnerei Wichmann
Tel. 04402/66 09
www.stauden-wichmann.de

 

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