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Als Fleischfresser beim Gartenfreund beliebt: der Buntspecht

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Nisthöhle BuntspechtFoto: Rohdich Ein Buntspecht füttert ein Junges in seiner Nisthöhle, in der weitere drei, vier oder fünf nimmersatte Jungvögel warten Von allen einheimischen Spechten ist der Buntspecht (Dendrocopos major) am häufigsten in der Nähe von menschlichen Einrichtungen und damit in unseren Gärten anzutreffen. Voraussetzung für sein Erscheinen im Garten ist allerdings, dass genügend passende Bäume, auch Althölzer, vorhanden sind. Denn er ist ein Stammkletterer sondergleichen, sowohl kopfüber als auch kopfunter.

Nützlicher Zimmermann
In Baumstämme hämmert und meißelt der Specht seine Bruthöhle. Schon diese Tätigkeit weist ihn durchaus als nützlich aus, denn die meisten seiner Höhlen bewohnt er nur einmal und überlässt sie dann anderen Höhlenbrütern wie Meisen und Staren zur weiteren Nutzung in den kommenden Jahren. 

Dem Gärtner hilft der Buntspecht, indem er, ein Fleischfresser fast das ganze Jahr über, fleißig und unermüdlich Holz- und Gartenschädlingen nachstellt: Borkenkäfern und ihren Larven im Holz ebenso wie anderen Insekten, die im Baumstamm heranwachsen. 

Auf dem Erdboden vertilgt er mit Vorliebe lästige Wiesenameisen, deren Nester er aufstochert, um die Eier, Puppen und auch erwachsenen Tiere zu verspeisen. Besonders in der Fütterungszeit der Jungen, die drei Wochen dauert, schleppen beide Altvögel Unmengen von Futter heran, das der Jahreszeit entsprechend auch aus Eichenwicklern und deren Larven, aus Erdraupen und Drahtwürmern besteht.

prachtvolle Gefieder eines BuntspechtsFoto: Rohdich Erst im Abflug ist das prachtvolle Gefieder eines Buntspechts deutlich sichtbar Weithin hörbare Balzrufe
Als Stand- und in strengen Wintern als Strichvogel fangen Buntspechte früh im Jahr mit ihren Paarungszeremonien an, besonders mit den gellenden Rufen und mit Schnabeltrommeln auf trockenem Altholz, die weithin durchs Revier schallen. „Dieses Territorium gehört uns!“, heißt es somit. 

Das Aushämmern der Nisthöhle, immer in den „schwächsten“ Stellen eines Baumes, also den morschen und faulenden, ist eine harte Arbeit. Die Holzspäne liegen dann unten am Baumstamm weit verstreut. So ist gut zu erkennen, dass hier ein Specht am Werke ist. 

Vier bis sechs Eier legt das Weibchen. Die Eier werden von beiden Partnern etwa 14 Tage lang bebrütet. Wenn die Jungen die Nisthöhle verlassen, sind sie vollständig flügge. Ihr Federkleid ist dann bereits ähnlich wie das der Altvögel gefärbt.

Schwer sesshaft zu machen
Glücklich kann sich der Gärtner schätzen, der in seinem Garten einen wirklich passenden Nistkasten – Einschlupfloch mit mindestens 4,6 cm Durchmesser – aufgehängt hat, und dem es damit gelungen ist, ein Pärchen Buntspechte zur Brut in seinen Garten zu locken. So etwas glückt seltener als mit anderen Singvögeln. 

In strengen Wintern, in denen die Baumstämme vereisen, ist es sinnvoll, Spechten eine geeignete Futterstelle zu bieten: Drücken Sie Fett und Körner, also zum Beispiel einen Meisenknödel, in Stammritzen und -löcher alter Obstbäume oder anderer Hölzer, damit die Vögel ordentlich hacken müssen, um an das Futter zu gelangen, und beschäftigt sind. Vielleicht „sagt“ sich ein Pärchen: „Hier im Garten ist gut Bleiben“ und bleibt tatsächlich ...

Walther Rohdich

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