• Gartenpraxis
  • Gartengestaltung
  • Naturnahes Gärtnern

So legen Sie eine Blumenwiese an

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Blumenwiese
  • Aussaat
  • Anlegen
  • Sommerblumen
  • Blumenrasen
  • Blumenwiesenmischungen
  • Einjährige
  • Mehrjährige
Einjährige und ausdauernde Blumenwiesen anlegen und pflegen

Rasen findet man ist in fast jedem Garten, eine Blumenwiese ist da eher die Ausnahme. Dabei ist die bunte Pracht nicht nur pflegeleicht, sondern auch besonders naturnah. Allerdings kann man sie nur eingeschränkt betreten – als Spielfläche für Kinder eignet sie sich nicht. Da ist dann der Rasen die bessere Wahl.

Einjährige PflanzenwieseFoto: Stein Mit einer solchen Mischung aus einjährigen Pflanzen (Mohn, Kornblume, Bienenfreund, Gelbe Saat-Wucherbume, Kornrade u.v.m.) können Sie viele Nützlinge in den Garten locken.


Einjährige Blumenwiesen ...

... aus bunten Feld- und Wildblumen haben sich in den letzten Jahren zu einem echten Trend entwickelt. Dafür spricht nicht nur ihr schnelles und einfaches Gedeihen, sondern auch ihr hoher ökologischer Wert. Sie passen in jeden Garten, auf größere und auf kleine Flächen, ja sogar in Kübeln und Kästen entfalten sie von Juni bis zum Frostbeginn ihre bunte Pracht. Im nächsten Jahr wird alles wieder neu gesät.

Besonders beliebt sind Mischungen zur Förderung von Bienen, Schmetterlingen und Nützlingen als Helfer beim biologischen Pflanzenschutz. Ob heimischer Klatschmohn oder Seidenmohn (beide Papaver rhoeas), Kornblume (Centaurea), Natternkopf (Echium), Lein (Linum), Gelbe Saat-Wu­cher­blu­me (Glebionis) oder Kornrade (Agrostemma) – mit reichlich Pollen und Nektar locken sie viele In­sek­ten wie Wild- und Kulturbienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Auch Nützling wie Flor­flie­gen, Marienkäfer, Schwebfliegen finden hier Nahrung und Unterschlupf.


Mehrjährige Blumenwiesenmischungen ...

Mehrjährige BlumenwieseFoto: Stein In einer mehrjährigen Blumenwiese wachsen z.B. Margerite und Storchschnabel. ... (sie enthalten Gras als Untersaat) präsentieren sich im ersten Jahr zunächst ebenso. Mit der Zeit setzen sich jedoch die konkurrenzstarken Margeriten (Leu­can­the­mum), Schafgarben (Achillea), Schlüsselblumen (Primula), Lupinen (Lupinus) und Storchschnabel (Ge­ra­ni­um) gegen die schwächeren Arten durch, ebenso würzig duftende Kräuter wie z.B. Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und Dost (Wilder Majoran, Origanum vulgare). Dem Nutzen für die Umwelt, insbesondere auch für Vögel und Kleintiere, die Samen naschen, schadet das nicht.

Geht es im Garten um größere Flächen, spricht einiges für die obendrein besonders pflegeleichte mehrjährige Blumenwiese, die Sie im Gegensatz zum regelmäßig gemähten, gedüngten und bewässerten Zierrasen nur zweimal (Ende Juli nach dem Aussamen und kurz vor dem Frost), auf Streichholzlänge kürzen müssen. Die mehrjährige Blumenwiese braucht weder Düngung noch Bewässerung – von extremen Trockenperioden abgesehen.

Ihr Nachteil: Wo die Gräser- und Blumengesellschaft gedeiht, darf sich der Mensch nur auf Pfaden bewegen, die in den üppigen Wildwuchs gemäht oder von vornherein als Wege angelegt werden. Gelegentliches Betreten ist nach dem Abmähen im Herbst und Winter möglich, das Spielen auf der Fläche würde jedoch schaden. Eine Mindestgröße gibt es dabei nicht, auch bepflanzte schmale Blumenwiesenbänder, Baumscheiben oder Inseln können ansprechend aussehen.


Wo Gänseblümchen und Veilchen willkommen sind

VeilchenFoto: Themenbild Während das Veilchen blüht - durchaus auch gerne in Blumenwiesen -, sollte es nicht betreten werden. Danach aber stören es weder Rasenmäher noch Schuhe. Der „Blumenrasen“ ist eine weitere Alternative. Er blüht mit Gänseblümchen (Bellis perennis), Ga­man­der-Eh­ren­preis (Veronica chamaedrys), Kriechendem Fin­ger­kraut (Potentilla reptans), Kis­sen­pri­meln (Primula vulgaris) und Wohlriechendes Veilchen (Viola odorata). Den flachen Blattrosetten dieser Blumen macht das Mähen nichts aus, ebenso ist mäßiges Betreten ge­stat­tet. Entsprechende Samenmischungen gibt es im Handel. Der Blumenrasen eignet sich für größere und kleinere Flä­chen. Trotz bunter Blumen sieht er ge­pflegt aus und ist alles andere als spießig.

Natürlich können Sie Blumenwiese und Zierrasen miteinander kombinieren: Hinten am Gehölzrand oder Zaun darf sich die umweltfreundliche Kräuter-Blumen-Gesellschaft voll entfalten, auf dem Rest der Fläche wird wie üblich gemäht. In den Wintermonaten präsentiert sich die ganze Fläche wie ein einheitlicher Rasen.

Seite 1 von 3

Online-Seminar am 19.03.2024

Tomaten selbst anbauen

Die Vielfalt an Formen, Farben und Geschmacksnuancen der Tomate ist fast grenzenlos. Mit den praxiserprobten Tipps von Dr. Helga Buchter-Weisbrodt können Sie bis weit in den Herbst hinein aromatische Tomaten ernten. Sie informiert über Sorten, Aussaat, Anzucht, Pflanzung und Pflege. Hinweise zum Ernten, Konservieren und den Inhaltsstoffen runden den Vortrag ab.

Mehr Informationen 

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Sie sind auf der Suche nach Besonderheiten für Ihren Garten? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Gartenschätze an. Neben interessanten Infos zu den einzelnen Pflanzen, finden Sie hier auch passende Bezugsquellen.

mehr…

Der Blühkalender der Stauden

Der Blühkalender der Stauden

Unser Blühkalender hilft Ihnen dabei, Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten zu pflanzen – das freut das Auge und bietet vielen Insekten das ganze Gartenjahr Nahrung.

mehr…

Online-Seminar am 26.03.2024

Kartoffeln und Süßkartoffeln anbauen

Beide Knollen gehören zu den weltweit wichtigsten Nahrungspflanzen. Unser Referent Thomas Jaksch erklärt was die „traditionelle“ und die „neue“ Knolle gemeinsam haben und was sie unterscheidet. Der Gemüseexperte gibt praktische Tipps und erklärt den naturgemäßen Anbau, wie Sie Sorten auswählen, ernten und (Süß-)Kartoffeln verwenden.

Mehr Informationen 

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten Februar

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.
mehr…

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.
mehr…

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.
mehr…

„Der Fachberater“ – damit Sie auf dem Laufenden sind!

Der Fachberater

Für Gartenfachberater, Vereinsvorstände und alle, die es genauer wissen wollen: „Der Fachberater“ informiert Sie vier Mal im Jahr über gartenfachliche und verbandspolitische Themen des Klein­gar­ten­wesens. Die Ver­bands­zeit­schrift des Bun­des­ver­ban­des Deutscher Gartenfreunde widmet sich zudem Ausgabe für Ausgabe verschiedenen Schwer­punkt­the­men.

mehr...