• Gartenpraxis
  • Gartengestaltung
  • Stauden

Zauberhaft: Stauden als Rosenbegleiter

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Rosenbegleiter
  • Stauden
  • Glockenblumen
  • Rosen
  • Beetrosen
  • Strauchrosen
  • Rit­tersporn
  • Step­pen-Salbei
  • Sommer-Salbei
  • Weicher Frauenmantel
  • Glatt­blättriger Frauenmantel
  • Katzenminze
  • Rote Spornblume
  • Wollziest
  • Pracht-Storch­schnabel
  • Chinaschilf
  • Ruten-Hir­se
  • Ja­panisches Federborstengras
  • Pampasgras

GlockenblumenFoto: Themenbild Ein schmuckvoller Anblick: Glockenblumen (Campanula) lassen sich gut mit Rosen kombinieren Stauden sind aufgrund ihrer Arten- und Sortenvielfalt sowie ih­rer un­ter­schied­li­chen Wuchshöhen, Blütenfarben und -formen die wich­tigsten und häufigsten Be­glei­ter von Rosen (Rosa). Vor allem im Zu­sammenspiel mit Beet- und Strauch­rosen lassen sich traumhaf­te Gar­ten­sze­ne­rien entwerfen.

Stauden bereichern die Farbpalette bei der Beetgestaltung sehr wirkungsvoll. Denn im Unterschied zu den Rosen finden sich in der Stau­denwelt zahlreiche attraktive blaue und violettfarbene Töne, die wiederum mit allen Blütenfarben der Rosen hervorragend harmonie­ren. Beliebte „Blauträger“ sind Rit­tersporn (Delphinium) oder Step­pen-Salbei (Salvia nemorosa var. nemorosa), auch Sommer-Salbei genannt.
 
Viel Gestaltungspotenzial bieten auch die attraktiven Blatt- und Wuchsformen zahlreicher Stauden. Besonders beliebt ist der Weiche Frauenmantel (Alchemilla mollis) mit seinen dekorativen Blättern. Während der Blütezeit begeistern die zierlichen, schleierartigen Blüten, deren grünlich gelbe Blü­ten­far­be ebenfalls zu allen Blütenfarben der Rosen gefällt.

Remontantrose ‘Reine des Violettes’Foto: Leyhe Prachtvoll: Die Remontantrose ‘Reine des Violettes’ eingebettet in einen dichten Bestand von Frauenmantel Empfehlenswert ist auch der Glatt­blättrige Frauenmantel (Alche­milla epipsila), der etwas niedriger und kompakter wächst als Alchemil­la mollis. Staudige Dauerblüher wie die Katzenminze (Nepeta) oder die Rote Spornblume (Centranthus ru­ber) können zudem die Blühpausen der Rosen wirkungsvoll überbrücken.


Standortansprüche müssen stimmen

Die gemeinsame Verwendung von Rosen und Stauden funktioniert im­mer, wenn die gegenseitigen Ansprüche beachtet werden. Rosen sind Sonnenkinder. Je mehr Sonnen­licht den Rosen zur Verfügung steht, desto üppiger fällt die Blütenausbeute aus. Zudem trocknet nasses Rosenlaub in der Sonne besser ab – eine wichtige Voraussetzung, um den Befallsdruck durch lästige Pilz­krankheiten wie Sternrußtau und Echten Mehltau zu mindern.

Als Tiefwurzler bevorzugen Rosen einen tiefgründigen, nährstoff­reichen Boden, der humos und san­dig lehmig sein sollte. Für ein optimales Gedeihen der Rosen soll­te der pH-Wert des Bodens zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Ähnliche Standortansprüche stellen zahlreiche Beetstauden, sodass sie ide­ale Begleitpflanzen für Rosen sind. Zudem zeichnen sie sich durch große Sortimente aus, die allen Farb-, Form- und Größenwünschen gerecht werden.

Auf die Wirkung achten

WollziestFoto: Themenbild Wollziest (hier: Stachys byzantina ‘Silver Carpet’) bildet einen schönen Kontrast zu Rosen Bei der Beetgestaltung ist es wichtig, dass nicht zu viele ver­schie­de­ne Stauden in einem Beet vereint werden. Die Pflan­zun­gen wirken sonst zu unruhig, denn das Auge lebt vom Wiedererkennungseffekt. Deshalb sollten Sie je nach Größe des Beetes höchstens sieben bis neun verschiedene Stauden in un­regelmäßigen Wiederholungen ver­wenden.

Unterschiedlich große und kleine Gruppen erzeugen Span­nung, keine der Stauden sollte einzeln ge­pflanzt werden. Am wirkungsvollsten ist es, wenn immer drei, fünf oder sieben Stauden einer Art oder Sorte, z.B. vom Pracht-Storch­schnabel (Geranium x magnificum) oder vom Weichen Frauenmantel, beisammenstehen.

 

 

 

 

 

 

Ehrenpreis (Veroni­ca) ‘Pink Damask’ und Rosensorte (Rosa) ‘MagentaFoto: Leyhe Eine hübsche Komposition bilden der Ehrenpreis (Veroni­ca) ‘Pink Damask’ und die Rosensorte (Rosa) ‘Magenta Im Vordergrund werden die nie­drigsten Stauden oder auch Rosen gepflanzt, zur Beetmitte hin die etwas höheren und in den Hintergrund die größten Rosen und Stauden. Durch diese Höhenstaffelung entsteht eine schräge Ansichtsfläche, sodass alle Rosen und Stauden gut besonnt und wirkungsvoll ins rechte Licht gesetzt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PampasgrasFoto: Themenbild Auch Pampasgras (Cortaderia) eignet sich als dekorativer Rosenbegleiter Neben den Blütenstauden sind auch einige Gräser als Ro­sen­be­glei­ter interessant, die zwischen den Rosen und sonstigen Begleitern graphische Effekte zaubern. Empfehlenswerte Gräser sind zierliche Chinaschilf-Sorten (Miscanthus si­nen­sis), Sorten der Ruten-Hir­se (Panicum virgatum) oder das Ja­panische Federborstengras (Penni­setum alopecuroides).

Ulrike Leyhe

 

 

 

 

 

 

Tabelle: Stauden als Rosenbegleiter

Online-Seminar, 30.01.2023

Permaveggies — die Mehrjährigen im Gemüsebeet

Die meisten Gemüsearten sind einjährig. Es gibt aber auch eine große Vielfalt von mehr­jährigen Gemüsearten – etwa Meer­rettich oder Winterheckenzwiebeln. In unserem Vortrag erfahren, welche Arten Sie – einmal gepflanzt – viele Jahre beernten können.

Mehr Informationen & Anmeldung

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Bohnenkraut ist das i-Tüpfelchen für Bohnengerichte. Während das klassische Bohnenkraut einjährig ist, müssen Sie das Winter-Bohnenkraut nur einmal pflanzen.

mehr…

Gartenkalender 2023

Gartenkalender 2022 Der Gartenkalender 2023 bietet wieder jedem Garten­freund eine Fülle aktueller Informationen zu Obst, Gemüse und Zierpflanzen. Tipps und Tricks rund um den Garten, Praxisratschläge, Neuheiten aus der „grünen“ Branche und traditionserprobtes Gärtnerwissen. Kompakt und verständlich geschrieben von Garten­kennern für Praktiker.

mehr…

Wintergemüse – Saisonkalender

Wintergemüse – SaisonkalenderAuch im tiefsten Winter können Sie frisches Grün in Ihrem Garten ernten. Hier sehen Sie, welche Gemüsearten sich für den Anbau im Winter eignen und wann Sie welches Gemüse wie lange ernten, säen, pflanzen oder lagern können.

mehr…

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten Dezember

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Dezember:
• Mulchschicht als Frostschutz
• Schadkontrolle durchführen
• Erdbeerpflanzen vor strengen Frösten schützen
mehr…

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten Dezember

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Dezember:
• Rhabarber zum Treiben vorbereiten
• Artischocken schützen
• Passt der pH-Wert?
mehr…

„Der Fachberater“ – damit Sie auf dem Laufenden sind!

Der Fachberater

Für Gartenfachberater, Vereinsvorstände und alle, die es genauer wissen wollen: „Der Fachberater“ informiert Sie vier Mal im Jahr über gartenfachliche und verbandspolitische Themen des Kleingartenwesens. Die Verbandszeitschrift des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde widmet sich zudem Ausgabe für Ausgabe verschiedenen Schwerpunktthemen.

mehr...

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten Dezember

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Dezember:
• Kuhschellen aussäen
• Weihnachtsnarzissen vortreiben
• Fruchtschmuck für draußen
mehr…