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Salat: Frischer Genuss das ganze Jahr

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Schwach- bis Mittelzehrer nicht zu viel düngen

Alle Salatsorten werden außerdem nach ihrer Anbauzeit in Frühlings-, Sommer- und Herbstsalate eingeteilt. Die Sommersorten sind dahin gezüchtet, dass sie un­ter Langtagsbedingungen nicht so leicht „schos­sen“. Denn der klassische Salat bildet bei einer Tageslänge von mehr als zwölf Stun­den Samenstände aus – er „schosst“. Die Grundblätter werden dann hart und bilden Bitterstoffe.

Alle Kopfsalate sind Mittelzehrer und benötigen relativ wenig Nährstoffe. Da sie eine recht große Blattmasse ausbilden, sollten sie schon mit einer Grunddüngung von 3 l Kompost/m² versorgt werden. Schnittsalate brauchen etwas weniger.
 

SalatFoto: Heger

1) Kleine Kisten mit Aussaaterde füllen, leicht andrücken und glatt ziehen. Die Samen gleichmäßig ausstreuen, Sorten durch ein Hölzchen trennen.

SalatFoto: Heger

2) Nach dem Aussäen nur eine dünne Schicht Sand über die Samen sieben und anschließend ganz vorsichtig angießen.

 

SalatFoto: Heger

3) Sobald sich die Keimlinge fassen lassen, werden sie vorsichtig mit einem Pikierstab angehoben und aus der Erde genommen.

SalatFoto: Heger

4) Die Wurzeln vorsichtig auf 2 cm einkürzen, dann das Pflänzchen in eine Schale mit frischer Erde setzen und mit dem Pikierstab leicht andrücken.

 

SalatFoto: Heger

5) Auch jetzt vorsichtig angießen. Dabei schon neben der Schale mit dem Brausen beginnen, damit nicht ein Wasserschwall die kleinen Pflanzen wegspült.


Schnitt- und Pflücksalate eröffnen die Saison

Sie können bereits Ende Februar im Frühbeet ausgesät werden – ab Anfang April ist eine Direkt­saat im Freiland möglich, die bei Frost jedoch mit Vlies oder Folie abgedeckt werden muss. Später sollte Pflücksalat nicht angebaut werden, denn er ist nicht schossfest. Man kann ihn auch vorkultivieren und die Jungpflanzen auf ca. 30 x 30 cm ins Freiland setzen, sie werden dann zu lockeren Rosetten. Geerntet werden kann schon nach sechs bis acht Wochen als Schnittsalat, Rosetten brauchen länger. ‘Levistro’ und ‘Lorenzo’ zählen zu den stark gekrausten Lollo-Sorten, ‘Sirmai’ und ‘Smile’ zu den Eichblattsalaten. Alle vier sind läuse­resistent.

Schnitt- und Pflücksalat ist kaum attraktiv für Schnecken, robust und wenig krankheitsanfällig. Allerdings kann es dennoch vorkommen, dass die Salatpflanzen von Blattläusen oder Falschem Mehltau befallen werden, nur sehr selten treten Viruskrankheiten auf.


Kopfsalate für Frühjahr und Sommer

Beim Kopfsalat gibt es Frühjahrssorten, die nicht schossfest sind. Sie werden von April bis Mai oder im August vorkultiviert. Geeignete Sorten sind ‘Jiska’, ‘Es­tel­le’, ‘Dynamite’ und ‘Fiorella’. Alle sind läuseresistent. Sommersorten sind schossfest und werden von April bis Juni ausgesät, z.B. ‘Libusa’ und ‘Ovation’.

Eisbergsalat ist für den Sommeranbau gut geeignet. Er hat eine lange Entwicklungszeit. Vor­kul­ti­viert wird von April bis Mai, gepflanzt von Mai bis Anfang Juli, und geerntet von Juli bis September. ‘Silvinas’, ‘Palatinas’, ‘Fortunas’ und ‘Barcelona’ sind läuseresistent. Ebenso die Bataviasalate ‘Pantheon’ und ‘Cherokee’.

Auch Römischer Salat (Lactuca sativa var. longifolia) lässt sich gut im Sommer anbauen. Seine Blätter sind fast 40 cm lang, leicht gewellt und fest, mit ausgeprägten Blattrippen. Sie werden kurz vor der Ernte zusammengebunden, damit die Mitte schön zart wird. Das hat ihm auch den Namen Bindesalat eingebracht. Die im Handel angebotenen Romana-Salat­herzen werden so kultiviert.

Römischer Salat lässt sich nicht gut verpflanzen. Er wird in der Reihe ausgesät und auf 30 cm in der Reihe vereinzelt. Geerntet wird nach acht bis zehn Wochen. Bekannte Sorten sind ‘Kasseler’ und ‘Little Leprechaun’. Neue Züchtungen sind ‘Carolus’, ‘Cegolaine’ und ‘Tantan’, Letz­terer ist läuseresistent.

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