Bosch
  • Gartenpraxis
  • Pflanzenschutz
  • Schädlinge

Blattläuse an Beerenobst

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Beerenobst
  • Blattläuse
  • Johannisbeerblasenlaus
  • Johannisbeerstrauch
  • Stachelbeerstrauch
  • Alpen-Johannisbeere
  • Zierstrauch
  • Johannisbeerblattlaus
  • Stachelbeertrieblaus
  • Triebspitzen

Johannisbeerblasenlaus verursacht blasenartige AufwölbungenFoto: Hoyer Die Johannisbeerblasenlaus verursacht blasenartige Aufwölbungen an den Blätern, die blassgrün oder – wie hier im Bild – intensiv rot sein können Johannis- und Stachelbeersträucher zeigen im April normalerweise schon einen deut­lichen Austrieb. Erfahrungsgemäß treten in diesem Stadium auch die ersten Blattläuse auf. Besonders auffällig sind die Schäden, die durch die Saugtätigkeit der Johannis­beer­bla­sen­laus entstehen.

Die Blätter der Roten und Weißen Johannis­bee­ren zeigen anfangs blasenartige Auf­wöl­bun­gen, die blassgrün bis intensiv rot gefärbt sein können. Auf der Blattunterseite leben in diesen Wölbungen die 2–3 mm langen, gelblichen Blattläuse.

Die roten Blattaufwölbungen sind zwar besonders auffällig, aber die Schadwirkung für das Wachstum der Johannisbeere ist bei die­ser Blattlausart eher gering. Die Jo­hannisbeerblasenlaus findet man auch regelmäßig an der Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum), die gern als anspruchsloser Zierstrauch in Heckenpflanzungen verwendet wird.

Deutlich nachhaltigere Schä-den verursachen vor allem die Kleine Johannisbeerblattlaus und die Kleine Stachelbeertrieblaus. Beide Blattlausarten saugen an den jungen Trieben. Dadurch kommt es zu starken Verkrüp­pelungen und Triebstauchungen, die sich vor allem bei jungen Sträuchern stark bemerkbar machen.

Die Blattläuse leben meist in den eingerollten Blättern der Trieb­spitze, wo sie sich – gut ge­schützt vor Witterungseinflüssen und Fraß­feinden – schnell vermehren. Bei massivem Befall kann es sogar zum Absterben der Triebspitzen kommen. An Stachelbeeren kann ein Massenbefall mit der Stachelbeertrieblaus auch die Fruchtentwicklung behindern.

Zur Bekämpfung von Blattläusen an Johannis- und Stachelbeeren kann das Präparat „Neudosan Neu Blattlausfrei“ (Neudorff) gespritzt werden. Bei diesem seifenhaltigen Produkt ist es wichtig, dass die Blattläuse direkt von der Spritzbrühe getroffen werden.

Blattläuse, die bereits geschützt in einem zusammengerollten Blatt leben, lassen sich daher mit „Neudosan Neu Blattlausfrei“ nicht mehr ausreichend bekämpfen. Es ist also besonders wichtig, schon beim allerersten Auftreten der Schädlinge zu behandeln.

Christoph Hoyer

Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungssituation.

Gartenkalender 2022

Gartenkalender 2022Der Gartenkalender 2022 bietet wieder jedem Gar­ten­freund eine Fülle ak­tu­el­ler Informationen zu Obst, Gemüse und Zier­pflanzen. Kompakt und verständlich ge­schrie­ben von Gartenkennern für Praktiker.

mehr…

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Sie sind auf der Suche nach Besonderheiten für Ihren Garten? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Garten­schätze an. Neben interessanten Infos zu den einzelnen Pflanzen, finden Sie hier auch passende Bezugsquellen.

mehr…

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten November

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den November:
• Winterschnitt bei Johannisbeeren
• Kübelobst winterfest verpacken
• Zieräpfel als Dessert
mehr…

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten November

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den November:
• Kartoffeln richtig lagern
• Letzte Tomaten ernten
• Wintergemüse schützen
mehr…

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.

Hurra! Ich habe einen Kleingarten. Ideal für Neupächter!
2. Auflage ab jetzt erhältlich.

Auf über 100 Seiten bleiben keine Fragen zum Gärtnern im Verein, zum Anbau von Obst und Gemüse, Ziergehölzen oder Wasser im Garten offen.

         mehr…
 

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten November

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den November:
• Petunien überwintern
• Rosen für den Winter vorbereiten
• Letzte Rasenmahd
mehr…