• Tiere im Garten

Niedlich und nützlich: das Rotkehlchen

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Nestbau und Nachkommen
Das Rotkehlchen bevorzugt Nester in Bodennähe, sei es zwischen Wur­zeln, unter Baumstämmen, in Erdlöchern oder im Gras. Drei bis sie­ben Eier legen die Weibchen. Nach zwölf bis 15 Tagen schlüpfen die Jungen, die ca. zwei Wochen später flügge sind. Bis zu dreimal brüten die Weibchen in der Zeit von April bis August.

Um die Brut zu schützen, wenden die Weibchen eine besondere Strategie an: Die leeren Eierschalen werden nach dem Schlüpfen der Jungen möglichst rasch und möglichst weit weg vom Nest abgelegt. Damit sollen Nesträuber wie Katzen, Elstern, Eichhörnchen und Eichelhäher fehlgeleitet werden. Auch will Mutter Rotkehlchen verhindern, dass der Kuckuck seine Eier in ihr Nest legt.

Die Vögel können bis zu elf Jahre alt werden. Oft ist ihr Leben aber erheblich kürzer, weshalb eine hohe Nachkommenschaft von Vorteil ist.

Nützliche Schädlingsvertilger
Rotkehlchen ernähren sich während der Brutzeit hauptsächlich von Insekten, Larven, Schnecken, Würmern und anderen Kleintieren. Daher fungieren sie auch als nützliche Schädlingsvertilger.

Im Sommer und Herbst laben sich die Tiere aber auch gerne an Beeren und Früchten. 42 verschiedene Wild-Gehölze stehen als Nahrungsquelle in ihrer Gunst, z.B. Berberitze (Berberis), Pfaffenhütchen (Euonymus), Schlehe (Prunus spinosa), Vogelkirsche (Prunus avium) und Weißdorn (Crataegus).

Rotkehlchen im Garten
Ihren Garten so zu gestalten, dass Rotkehlchen sich in ihm wohl fühlen, ist gar nicht so schwer: Pflanzen oder säen Sie z. B. viele einheimische Blütenpflanzen. Sie locken Insekten an, die die Piepmätze ger­ne vertilgen. Denken Sie auch an Totholzhaufen und liegen gelasse­nes Laub. Dort versteckt sich jede Menge Kleingetier, das den Vögeln ebenfalls als Nahrungsquelle dient.

Auch mit einer gezielten Auswahl an Gehölzen können Sie Rotkehlchen unterstützen. Finden die Vögel unterschiedliche Beeren und Früchte tragende Sträucher und Bäume vor, danken Sie es Ihnen sicher mit einem Besuch. Und – die bunten Piepmätze baden gerne, weshalb sie einen Garten mit einem Teich oder einer kleinen Wasserstelle bevorzugen.

Ist der Garten naturnah gestaltet und groß genug, findet sich evtl. auch ein Weibchen zum Nisten ein. Zuweilen nutzen die Vögel auch niedrig hängende Halbhöhlen-Nistkästen.

Christiane Breder

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