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Ausländer im Kleingarten – Gartenfreunde wie Du und ich
Integration ist eine Arbeit der Bürgergesellschaft
Wertvolle Tipps geben auch verschiedene Veröffentlichungen in DER FACHBERATER, der Verbandszeitschrift des BDG. Besonders empfehlenswert ist der Leitfaden des BDG „Miteinander leben – Integration im Kleingarten“, der allen Vereinen zur Verfügung steht.
In ihrem Vorwort betont die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer: „Das gemeinsame gesellschaftliche Engagement von Einheimischen und Migranten ist entscheidend für die Integration. Integration ist eine Arbeit der Bürgergesellschaft, zu der wir Gartenfreunde einen wichtigen Beitrag leisten können. Bürgerinnen und Bürger überall im Land müssen aktiv werden.“
Entscheidend ist also, dass wir in unseren Vereinen etwas tun. Und hier haben sich Wegefeste, internationale Abende und andere Aktionen bewährt. Wir geben Migranten in unseren Gärten die Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes neue Wurzeln zu schlagen.
Sicherlich läuft auch in den Vereinen nicht alles reibungslos. Sprachschwierigkeiten, mangelnde Teilnahme an Veranstaltungen und natürlich auch beiderseitige Vorurteile sind Probleme, die offen diskutiert werden müssen.
Die meisten Kleingärtner empfinden das Zusammentreffen von Menschen unterschiedlicher Herkunft in den Kleingartenanlagen aber als unproblematisch. Gefragt nach spezifischen Schwierigkeiten im alltäglichen Vereinsleben sagten über die Hälfte der Befragten: „Keine“.
300.000 Migrantinnen und Migranten sind im Kleingartenwesen aktiv. Eine imposante Zahl, die uns sagt, dass wir unseren Beitrag für die Integrationsarbeit leisten!
Joachim Roemer,
Landesgartenfachberater des Landesverbandes
Niedersächsischer Gartenfreunde